Die ersten Arbeiten für die Anbringung eines Aufzuges an die Landesmusikakademie sind getan.
+
Die ersten Arbeiten für die Anbringung eines Aufzuges an die Landesmusikakademie sind getan.

Bauarbeiten haben begonnen

Aufzug an der Landesmusikakademie wird 15.000 Euro teurer, weil er aus Vogelsschutzglas bestehen wird

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
    schließen

Die Bauarbeiten für den Aufzug an der Nordfassade von Schloss Hallenburg in Schlitz im Vogelsbergkreis haben begonnen. Mit dem Fahrstuhl soll die Landesmusikakademie barrierefrei werden. 

Schlitz - Wenn man vor dem Gebäude steht, kann man sich den Aufzug schon gut vorstellen. Nach den letzten vorgestellten Planungen soll er aus einem gläsernen Kubus bestehen, der die vier Stockwerke der Hallenburg verbindet. Damit soll Gehbehinderten der Zugang zu allen Teilen des Gebäudes ermöglicht werden. 

Die derzeitigen Arbeiten sind fest in Schlitzer Hand: das Planungsbüro wkplan sorgt sich um die Planungs- und Ingenieurarbeiten und das Bauunternehmen Karn hat schon für das Fundament ausgeschachtet.

Die Anbringung des Aufzuges war lange Zeit umstritten; hatten sich die Stadtverordneten mehrheitlich recht früh für diese Maßnahme entschieden, bedurfte es noch eines längeren zähen Ringens mit der Denkmalschutzbehörde, ehe im Spätsommer mit dem Bau begonnen werden konnte.

„Wir liegen mit unserem Zeitplan etwas zurück, wollen aber im Dezember fertig sein“, erläutert Manfred Kuhlmann von wkplan. Bei den Planungen sei besonders berücksichtigt worden, dass die Hallenburg im Hochwasserschutzgebiet liegt und deswegen besonderes Augenmerk auf die Gründung gelegt wurde.

Auch an die baumbrütenden Vögel im Schlosspark wurde gedacht; der Aufzug soll aus Vogelsschutzglas bestehen. Damit wird er rund 15.000 Euro teurer als ursprünglich angenommen. Der Magistrat hat dieser Zusatzausgabe aber schon zugestimmt.

Insgesamt soll der Anbau 445.000 Euro kosten, von denen die Stadt Schlitz aber nur 95.000 Euro aus Eigenmitteln zuschießen muss. Aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) sollen 250.000 Euro zufließen, und die übrigen 100.000 Euro sollen der Hessenkasse entnommen werden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema