Fotos: AWO

Babytreff im AWO-Sozialzentrum – Heimbewohner genießen Besuch

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Lauterbach - Eine Gruppe junger Flüchtlingsfrauen und ihre Babys haben sich seit März 2018 in den Räumlichkeiten des Caritasverbandes in der Bahnhofstraße in Lauterbach getroffen.

Das zeitlich befristete Projekt war die Fortführung eines Internationalen Babytreffs der Flüchtlingsinitiative Lauterbach in 2017. Das Café MaBaby der Caritas war ein Treffpunkt mit interkulturellem Schwerpunkt für schwangere Frauen und Mütter aller Nationalitäten mit ihren Babys und Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr. Die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit der gegenseitigen Begegnung sowie der fachlichen Beratung rund um Schwangerschaft, Geburt und Baby.

Die jungen Mütter kamen aus Syrien, Irak, Afghanistan, Türkei, Iran, Äthiopien und Somalia und Deutschland. Sie tauschten sich über verschiedenste Themen aus. Neben gemeinsamem Singen und Spielen ging es unter anderem um Babypflege, Erste Hilfe, Ernährung oder Frauengesundheit und Rückbildung nach der Schwangerschaft.

Da der Caritasverband seine Räume zum 31. Dezember 2018 verlassen mussten und noch Renovierungsmaßnahmen anstanden, stand die Gruppe ab Oktober 2018 ohne geeignete Räumlichkeiten da. Vermittelt durch die Lauterbacher Flüchtlingsinitiative sprang die AWO sofort als Gastgeberin ein. Knapp drei Monate konnten die Frauen mit ihren Kindern einmal wöchentlich gegen einen kleinen Unkostenbeitrag den Konferenzraum im AWO-Sozialzentrum nutzen.

Henriette Pfeffer-Wiegand (sozialpädagogische Leitung), Jenny Kurz (Familienkinderkrankenschwester der Frühen Hilfen Vogelsberg) und auch die beiden Dolmetscherinnen, waren sehr erleichtert, dass sich so schnell eine Alternative bot.

„Die uns zur Verfügung gestellten Räume waren gut geeignet und auch noch barrierefrei, sodass die Mütter auch mit den Kinderwagen problemlos zu den Treffen kommen konnten“, so Pfeffer-Wiegand. Dass man aus dieser Not eine Tugend machen könnte, erkannten die Verantwortlichen der AWO sehr schnell. „Unsere Heimbewohner freuen sich immer sehr über den Besuch von Kindern, besonders natürlich, wenn sie noch so klein sind,“ erklärt Betriebsleiterin Carola Strecker.

Da lag es nahe, neben den Kontakten, die sich durch die Besuche ergaben, auch einige gemeinsame Unternehmungen zu planen. So wurden ein gemeinsamer Spielevormittag, ein Bastelangebot und eine kleine Weihnachtsfeier durchgeführt. Eine echte Win-Win-Situation, die allen Beteiligten sichtlich Freude bereitete. / cs

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