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Bald erstes kommunales MVZ: Hausärztliche Versorgung in Freiensteinau und Grebenhain

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Vogelsbergkreis - Die medizinische Versorgung im Bereich Freiensteinau und Grebenhain soll auf Dauer gesichert werden: Der Vogelsbergkreis will gemeinsam mit den beiden Gemeinden sein erstes kommunales MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum) gründen

Dies teilt Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak nach einem Gespräch mit Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung, den beiden Bürgermeistern Sebastian Stang (Grebenhain) und Sascha Spielberger (Freiensteinau), Hausärzten aus beiden Gemeinden sowie Dr. Sigrid Stahl von der Fachstelle Gesundheitliche Versorgung beim Vogelsbergkreis mit.

Klares „Ja“ für MVZ aus Freiensteinau und Grebenhain

„Ein MVZ bietet die Chance, Ärzte in die Region zu locken“, sagt Dr. Mischak, „deshalb haben wir das Modell auch den Bürgermeistern unserer 19 Städte und Gemeinden vorgestellt.“ Abgefragt wurde in diesem Kreis zudem, ob Interesse an einer solchen Einrichtung besteht, „denn der Vogelsbergkreis kann es nicht alleine machen, das war von Anfang an klar“, so Mischak. „Außerdem machen das nur, wenn sich keine anderen Lösungen vor Ort wie beispielsweise eine selbstständige Übernahme einer Praxis ergeben.“

Ein klares Ja kam aus den Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain. Nachdem auch Ärzte aus den beiden Gemeinden in dieser Woche erklärt haben, sich zu beteiligen, „ist der Startschuss für das erste kommunale MVZ gefallen“. Zunächst werden der Vogelsbergkreis und die beiden Gemeinden eine entsprechende GmbH gründen, was aber laut Mischak nicht heißen muss, dass die anderen Gemeinden außen vor sind. „Wenn Interesse besteht, können auch noch andere Gemeinden beitreten.“

Einige Hürden müssen noch genommen werden

Auch dort könnten dann nach und nach, soweit die Rahmenbedingungen stimmen, Zweigpraxen eröffnet werden. Starten wird das MVZ mit einer Hauptbetriebsstätte und zunächst einer Zweigpraxis, so dass sich für die Patienten in Grebenhain und Freiensteinau nichts ändern wird: In beiden Gemeinden stehen Hausärzte zur Verfügung, lediglich die Organisation im Hintergrund wird eine andere sein.

Bis die tatsächlich geändert ist, müssen indes noch einige Hürden genommen werden. So muss beispielsweise ein Gesellschaftervertrag abgeschlossen werden, politische Beschlüsse müssen gefasst werden, auch mit der KV müssen noch weitere Abstimmungsgespräche geführt werden. Wenn alles gut läuft, dann könnte das kommunale MVZ zum 1. Januar nächstes Jahres an den Start gehen. Zu diesem Zeitpunkt könnten übrigens bereits die ersten zusätzlichen Mediziner eingestellt werden. rsb

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