Karin Althaus-Utz, Paul Dickel und Petra Schwarz wurden von Baronin Andrea Riedesel (von links) mit Dank aus den Diensten der Tafel verabschiedet. Foto: Hahner

Beim Sponsorenempfang der Lauterbacher Tafel wurden Mitarbeiter verabschiedet

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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lauterbach - Zum Sponsorenempfang der Lauterbacher Tafel begrüßte im Saal des "Posthotels Johannesberg" Vorsitzende Baronin Andrea Riedesel viele Unterstützer. "Ihr Engagement für die Tafel ist für uns nicht selbstverständlich und wir wissen Ihre dauerhafte Unterstützung zu schätzen", stellte die Baronin fest.

Die Lauterbacher Tafel arbeite konstant mit rund 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. "Das Warenangebot ist sehr gut und wir können unsere Kunden mit einer bunt gemischten Lebensmittelpalette versorgen", stellte die Vorsitzende fest. Derzeit werden etwa 350 Personen pro Woche bei leicht steigender Tendenz versorgt. Es habe aber auch schon über 500 Kunden pro Woche gegeben. Die Reduzierung der Kunden sei offensichtlich die Auswirkung der positiven Arbeitslosenzahlen im Vogelsberg.

Die Baronin ging dann speziell auf einige Aktionen im zurückliegenden Jahr ein. So konnte die Schulranzenaktion für die Schulanfänger der Tafelkunden mit Hilfe der Manteuffel-Stiftung wieder durchgeführt werden. Auch die Schulgutscheine, gesponsert von Jolly-Dent, waren wieder willkommen. Eine besonders geschätzte Ergänzung des Lebensmittelangebots waren die zahlreichen "Erntedankspenden" der Kirchengemeinden aus der gesamten Region. Die REWE-Aktion der "Fünf-Euro-Tüten" machte es möglich, jeder Familie ein Weihnachtspäckchen zu übergeben. Erneut absolvierte ein Teil der Konfirmanden bei der Tafel ein Sozialpraktikum. Auch die Auszubildenden der Volksbank Lauterbach-Schlitz verschafften sich durch ihre Mitarbeit neue Erfahrungen. In Dienst gestellt wurde dank vieler Sponsoren ein Mercedes-Sprinter mit Kühleinrichtung. Das Fahrzeug wird nun für viele Jahre seinen Dienst tun, wobei die Lebensmittel ohne Unterbrechung der Kühlkette zur Ausgabestelle der Tafel transportiert werden können.

Wehmut klang an, als die Baronin drei langjährige Mitarbeiter verabschiedete: Karin Althaus-Utz war seit der Gründung der Tafel Schriftführerin und für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Letztere war in den ersten Jahren eine Schlüsselfunktion, durch die auch viele Mitarbeiter angeworben wurden. "Sie haben mit einem riesengroßen Einsatz, Fingerspitzengefühl und Engagement gearbeitet", stellte die Baronin fest und erwähnte auch ihre Bücherflohmärkte. Als Nachfolgerin stellte sie Ursula Dietrich vor. Auch Paul Dickel war von Anfang an im Team, nicht nur als bewährter Fahrer, sondern auch als geschätzter Ratgeber und Organisator und Techniker. Sehnsucht nach den oberbayerischen Bergen ist der Grund für das Ausscheiden von Petra Schwarz.

Sie war aktiv als Fahrerin und auch für weitere Hilfen stets ansprechbar. Petra Schwarz hat zusammen mit ihrem Mann Peter ihren Wohnsitz ins Allgäu verlegt. Ein Dankeschön galt auch Beate Schimanski, die seit Jahren beim Sponsorenempfang hilft. Dank der Lauterbacher Gastronomie, insbesondere auch der Familien Rinke, Dietz und Wöll, sei es wieder möglich gewesen, die Gäste zu verwöhnen, ohne dass dafür Spendengelder der Tafel in Anspruch genommen wurden.

Die Grüße von Bürgermeister Vollmöller überbrachte Stadtverordnetenvorsteher Lothar Pietsch. Er dankte Andrea Riedesel und ihrem Team für ihre Aktivitäten, die Ausdruck echter Bürgerkultur seien. Dank galt auch den Sponsoren der Tafel. "Die Lauterbacher Tafel werden wir auch weiter benötigen", ist Pietsch überzeugt und warb um ehrenamtliche Mitarbeiter.

Pfarrer Heinrich Schäfer dankte im Namen des Vorstandes Baronin Riedesel und den vielen Helfern für ihr Engagement für Bedürftige.

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