Die vier Förderschulen sollen im Kreis erhalten bleiben. / Foto: dpa

Bestand der Förderschulen in Gefahr

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

lauterbach - Demografie und Inklusion sind zwei Gründe für den anhaltenden Rückgang der Schülerzahlen im Vogelsbergkreis.

Der Bestand der vier Förderschulen für Lernhilfe im Vogelsbergkreis ist mittel- bis langfristig in Gefahr. Zwei Gründe für den anhaltenden Rückgang der Schülerzahlen wurden jetzt im Kreistagsausschuss für Schulen, Sport und Kultur im Lauterbacher Landratsamt genannt: die Demografie und die Inklusion, also die Teilhabe von behinderten Schülern an Regelschulen. Volker Karger vom für den Vogelsbergkreis zuständigen Staatlichen Schulamt in Gießen stellte den Abzug von fünf bis sechs Lehrerstellen aus dem Kreis in den Raum, da die Zahl der Klassen in den Förderschulen in Gemünden, Alsfeld, Schotten und Lauterbach im kommenden Schuljahr zurückgehe. Um dies zu vermeiden, verhandelt der zuständige Erste Kreisbeigeordnete Peter Zielinski (Grüne) mit dem Schulamt über eine auf fünf Jahre angelegte Kooperationsvereinbarung. Diese soll sicherstellen, dass die in den Förderschulen nicht mehr benötigten Lehrkräfte weiter im Kreis zur Verfügung stehen – schließlich fehlen an den Regelschulen die Ressourcen, um den Kindern mit Förderbedarf die notwendige Förderung zukommen zu lassen. Als oberstes Ziel gab Zielinski den Erhalt der vier Förderschulenstandorte im Kreis aus. Landrat Manfred Görig (SPD) forderte vom Land, die Schulen ausreichend auszustatten, wenn die Inklusion gewünscht werde. / kw

Das könnte Sie auch interessieren