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Der Biber ist nun auch in Lauterbach angekommen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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LAUTERBACH - Vermutlich im Jahr 2018 hat sich am Brennerwasser, einem Nebenflüsschen der Lauter, ein oder auch mehrere Biber niedergelassen.

Von Alfred Hahner

Abgenagte kleine, aber auch stärkere Bäume mit einem Durchmesser von 20 bis 30 Zentimeter und abgenagte Sträucher gaben und geben deutliche Hinweise auf den Aufenthalt von Bibern südlich des Lauterbacher Nordbahnhofs. Auch mit dem Bau von Dämmen und Burgen an den Ufern des Flüsschens hat er schon begonnen. Der Vogelschutzbeauftragte Michael Schier hat die offensichtliche Ankunft des Bibers seither verfolgt. Auch die Obere und Untere Naturschutzbehörde waren schon vor Ort, sahen aber noch keine Gefahr von Überschwemmungen auf die angrenzenden Wiesen oder für den „Gewerbepark Brennerwasser“.

Jetzt entdeckte ein aufmerksamer Bürger am Ende des Gewerbeparks, an dem das Brennerwasser vorbeifließt neue Spuren vom aktiven Biber. So vom Biber gefällte Bäume, viele abgenagte Zweige, die der Biber oder eine ganze Biberfamilie zum Bau eines Dammes auf der rechten Uferseite zusammengetragen haben und teilweise schon zu einem Damm oder einer Burg verarbeitet haben. Bekanntlich liegen die Eingänge zu einer solchen Burg stets unter Wasser, was die Biber vor Fressfeinden schützt. Deutlich ist zu sehen, dass sich das Brennerwasser schon aufgestaut hat. Das hat beim Eigentümer des Gewerbeparks zu Befürchtungen geführt, dass es bei Hochwasser dadurch zu Überschwemmungen kommen könnte.

Michael Schier hat in diesem Frühjahr im Brennerwasser in Richtung Industriepark und Maar eine Biberburg mit zwei Dämmen entdeckt. Er ist der Ansicht, dass sich dort mit großer Wahrscheinlichkeit eine ganze Biberfamilie niedergelassen hat. Damit hat sich der Biber mit seinem markanten Breitschwanz wieder ein Stück seiner ehemaligen Heimat zurückerobert, so zum Beispiel auch in der Gemarkung Grebenhain, wo es Probleme mit Landwirten gibt.

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