Gut für die Heimkehrer, auch im Schlitzerland, ist es, dass mit dem Holz der Erle noch kein hoher Marktpreis erzielt werden kann. / Foto: Hans Schmidt

Biber-Vorkommen im Schlitzerland kartiert

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Darmstadt/Schlitz - In Anerkennung der sachlichen Berichterstattung über die Vokommen der Biber im Schlitzerland, konnte sich unser Mitarbeiter dieser Tage über die Zusendung der neuesten "Kartierung der Biber in Hessen im Jahr 2013" freuen, die vom Regierungspräsidium Darmstadt sehr übersichtlich und informativ erarbeitet wurde.

Da dort auch zum ersten Mal über die Biberansiedlung im Schlitzerland an der Fulda berichtet wird, könnte es für die Natur- und vor allem der Biberfreunde unter unseren Lesern interessant sein, etwas über die Darstellungen zu erfahren.

Einleitend heißt es dort: Auch im Jahr 2013 wurden die Biber-Reviere in Hessen durch ehrenamtliche Betreuer kartiert. Die Ergebnisse werden dem Regierungspräsidium Darmstadt gemeldet. Dort werden die Daten ausgewertet.

Es erfolgen Gebietsüberprüfungen, und schließlich wird eine Zusammenerfassung für den Jahresbericht erstellt.

An anderer Stelle ist zu lesen: Außerhalb des Main-Kinzig-Kreises, dem Verbreitungszentrum des hessischen Bibervorkommens, konnten wieder neue Reviere festgestellt werden. Der Biber breitet sich in Hessens Fließgewässern weiter aus. 327 Biber in Hessen kartiert

Ebenfalls interessant könnte die Formulierung sein: Kartiert werden Merkmale, die ein Revier anzeigen. Hierzu gehören Baue (Röhre, Burg), Dämme und Fraßspuren. Sichtbeobachtungen und Totfunde werden ebenfalls abgefragt.

Gerade Fraßspuren lassen sich im Winterhalbjahr leicht feststellen und geben Hinweise auf die Anwesenheit von Bibern. In einer Zusammenfassung wird darüber informiert, dass es in Hessen im Jahr 2013 99 besetzte Reviere gegeben hatte, was eine Zunahme gegenüber 2012 von 13,79 Prozent ergebe. Ausgehend von der Berechnungsgrundlage mit 3,3 Bibern je Revier erhält man für Hessen 327 Tiere (plus 13,94 Prozent) gegenüber 287 im Jahr zuvor.

Abschließend scheint das Zitat aus der Broschüre interessant: Auffallend sind die Revierverdichtungen im Main-Kinzig-Kreis. Auf Grund der vielen bestehenden Reviere gibt es in den Ursprungsgewässern für die auf Wanderschaft gehenden, zweijährigen Biber fast keine Möglichkeiten mehr, dort eigene Reviere zu etablieren. Daher drängen die Tiere verstärkt in suboptimale Habitate und besiedeln beispielsweise Entwässerungsgräben und kleinere Teiche. Und hier könnte es, wie bei anderen geschützten Tierarten, Probleme ergeben, deren sich angenommen werden sollte, um geeignete, der Natur gemäßen Schritte in Erwägung zu ziehen. Es wären möglicherweise noch andere Formulierungen aus der Broschüre interessant, sie kann aber von Interessierten bei dem Verfasser dieser Zeilen eingesehen werden.

Das könnte Sie auch interessieren