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„Bürgermeister Schäfer ist abgesetzt!“: Närrische Weiber übernehmen Schlitzer Rathaus

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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SCHLITZ - Am Donnerstag war wieder soweit, die Weiber übernahmen für einen Tag das närrische Regiment. Nach längerer Pause wieder mal an der Reihe - das Weibervolk aus Pfordt. Nach einem guten Frühstückstreff fuhren die Damen nach Schlitz und los ging die Narretei . Das Wetter einigermaßen! Besucht wurden bei ihrem Zug durch die Stadt die Schlitzer Gewerbetreibenden, die Geschäftswelt, Praxen, die unterschiedlichsten Institutionen. Beide ansässigen Geldinstitute wurden im Rahmen eines blitzartigen Überfalls besetzt. Die Weibsen verbreiteten ihren Frohsinn überall. Dazu wurde sogar hier und da ein Tänzchen gewagt.

Ohne Zögern wurde auch in die Stadtverwaltung eingedrungen, die einzelnen Büros unsicher gemacht, den Herren hinter ihren Schreibtischen die schönen Schlipse abgeschnitten. In der Chefetage – der Bürgermeister war in diesem Jahr anwesend, zierte sich noch – schließlich gab er sich doch geschlagen! Der Sessel der Vorzimmerdame Manuela Weidner – Lachmann wurde von den Damen ebenfalls in Beschlag genommen.

“Ich verkünde amtlich jetzt, Bürgermeister Schäfer ist abgesetzt! Jetzt holen wir die sein Schlitzer Wappen ein, denn die Flagge der Weiber soll´s heute sein. Geschlagen hat für uns die Stunde, dieser Tage ist in aller Munde. Die Weiber sind jetzt an der Macht von 11.11 Uhr bis spät in die Nacht. Im Stadion da steppt der Bär, das kommt auch nicht von ungefähr. Weiber außer Rand und Band, halten das Zepter fest in der Hand. Zum vierten Mal im Pfordter Tal, da ist das Feiern keine Qual. Nicht nur beim Fußball sind wir toll, auch feiern können wir ganz doll. Wir feiern bis die Schwarte kracht, in der Dorfschern – Arena Fassenacht. Drum auf nach Pfordt – raff euch auf, da machen wir Weiber einen drauf! In der Dorfschern – Arena geht ´s richtig ab, wir Weiber machen so schnell nicht schlapp. Hier wird gezecht, die ganze Nacht, getanzt, geschunkelt und viel gelacht!

Weiter geht es durch die Stadt

Da konnte das Stadtoberhaupt nur noch die Kapitulation bekanntgeben: Ihr Männer macht euch fort, es kommen die Weiber aus Pfordt. Seit heute morgen kein Mann mehr lacht, denn heut ist Weiberfassenacht. Mann schaut im Schrank nach der Krawatte, die man ohnehin nicht gerne hatte. Denn ist er heute gut beschlipst, wird er doch nur abgeknipst. Auch das Rathaus haben die Frauen erstürmt, darüber sind wir nicht erzürnt. Denn so viel Weiblichkeit in diesem Haus, das ist ein wahrer Augenschmaus. Es ist egal, ob´s einem gefällt, heut regieren die Frauen die Welt.

Damit die närrische Übernahme auch von weitem sichtbar war, wurde die Fahne aus dem Vorzimmer des Rathauschefs gehisst. Die symbolische Besetzung fand erst ein Ende, nachdem sämtliche Räume des Rathauses inspiziert worden waren.

Nach der guten Stärkung mit Weck, Wurscht und Sekt, zog die närrische Weiberkarawane weiter ihre Runden durch die Stadt unter anderem wurde auch in der Schlitzer Destillerie noch Halt gemacht. Die beiden Apotheken durften auch nicht fehlen. Ein paar Vitamine und auch Tablette gege´ Schädelweh´ werden beistimmt hilfreich sein!

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