Für drei Tage war die Adolf-Spieß-Halle Zentrum für die DRK-Blutspendeaktion für die Kreisstadt, das Schlitzer-Land, Herbstein und Grebenhain.
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Für drei Tage war die Adolf-Spieß-Halle Zentrum für die DRK-Blutspendeaktion für die Kreisstadt, das Schlitzer-Land, Herbstein und Grebenhain.

Regionales Blutspendezentrum eingerichtet

Wegen Corona: Blutspenden in Lauterbachs „Gut Stubb“

Durch die Corona-Epidemie war es notwendig, die monatlichen Blutspendetermine, die seit vielen Jahren in DRK-Haus an der Hohen Bergstraße stattfanden, zu verlegen. So fand die Aula der Sparkasse für drei Tage das Zentrum, wo die Menschen in entsprechenden Abständen Blut spenden konnten.

Lauterbach - Nach Auskunft von Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller bot jetzt die Stadt dem DRK-Blutspendedienst des DRK-Kreisverbandes Lauterbach die Adolf-Spieß-Halle als zentralen Blutspendeort an. Dort konnten nun Bürger ihr Blut spenden. Schließlich soll die Belastung des Gesundheitssystems nicht durch einen Mangel an Blutkonserven weiter verstärkt werden. Daher erging auch vom DRK aus ein Appell an die Bevölkerung, sich rege zu beteiligen.

Damit der Termin in ordnungsgemäßen Bahnen ablaufen kann, müssen sich weiterhin die Kandidaten über die Seite „www.blutspende.de“ oder über die Hotline (0800) 119411 kostenfrei anmelden. Spontane Blutspenden sind möglich, allerdings müssen die Spendenwilligen Zeit mitbringen.

Am Eingang der Adolf-Spieß-Halle gab es die ersten Fiebermessung und dem Aushändigen einer Nase-Mund-Maske.

Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung der Erkrankung mit COVID-19 hat das DRK auf den Blutspendestationen Maßnahmen getroffen und gebeten, die Aushänge vor dem Spendenlokal zu aktuellen Rückstellungskriterien zu beachten.

Es folgt dann eine Kontrollmessung der Temperatur bereits am Eingang der Lokalität und eine zweite Bestimmung wie gewohnt im Labor. Können Spendenwillige aufgrund der festgestellten Temperatur nicht zu Blutspende zugelassen werden, sollten sie auf direktem Weg des Spendenlokal verlassen. Für den Fall einer erhöhten Temperatur erfolgt eine Rückstellung dieses Spendenwilligen von vier Wochen.

Acht Mitarbeiter vom Blutspendedienst im Einsatz

Der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen aus Kassel war mit acht Mitarbeitern, darunter zwei Ärzten, nach Lauterbach angereist und in der Adolf-Spieß-Halle tätig. Das Team wurde unterstützt durch zwei Mitarbeite des DRK-Ortsvereins Grebenhain, die am Eingang zur Halle die Temperatur des Spenders feststellten und ihn mit einer Mund-Nase-Maske ausstatteten. Diese begaben sich dann in dem im 1. Stock gelegenen Großen Saal. Am Eingang war Katharina Meinhardt vom DRK-Kreisverband Lauterbach stationiert, die den Spendenwilligen die notwendigen Unterlagen sowie eine Flasche zum Trinken überreichte.

Im großen Saal waren im Abstand von jeweils zwei Metern 10 Pritschen aufgestellt, wo den Spendern Blut entnommen wurde.

Im Großen Saal erfolgte die medizinische Untersuchung. In der Mitte des Saals waren im Abstand von zwei Metern zehn Pritschen aufgestellt, wo dann die Blutentnahme erfolgte. Nach der Blutentnahme blieben die Spender maximal fünf Minuten liegen und verließen dann den Saal durch den Nebenausgang. Dies war insofern von Vorteil, weil man den Neuankömmlingen nicht begegnet.

Die angemeldeten Blutspender erschienen zügig, so dass praktisch kein Leerlauf entstand. Vor Ort war auch der DRK-Blutspendereferent Markus Hildebrand, der die Organisation des Teams und den Spendenort besonders lobte.

Alle Verantwortlichen waren über die erst kürzlich fertig gestellten Renovierung der Adolf-Spieß-Halle überrascht und begeistert zugleich. Von Vorteil für die Spendenwilligen waren die ausreichend um die Halle vorhandenen Parkmöglichkeiten. Auf die sonst übliche Verpflegung der Spender wurde verzichtet. Statt dessen erhielten sie als Dank eine Packung „merci“.

Lesen Sie hier: Ein Blutspende-Selbstversuch in Corona-Zeiten – etwas anders und wichtig

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