Eine Ärztin impft während eines Hausbesuchs eine Frau gegen das Coronavirus.
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In drei weiteren Vogelsberg-Kommunen stehen jetzt Corona-Impfungen älterer nicht mobiler Mitmenschen an (Symbolfoto).

Auch Herbstein an der Reihe

Corona im Vogelsberg: Nicht mobile Senioren werden zu Hause geimpft - Anfeindungen im Impfzentrum

Corona-Impfungen älterer nicht mobiler Mitmenschen stehen in drei weiteren Vogelsberg-Kommunen in den kommenden Tagen und Wochen an. Unterdessen berichten Impfzentrum-Mitarbeiter von persönlichen Anfeindungen.

Vogelsberg - Dieses Wochenende wird in Romrod geimpft. Danach sind dann Grebenhain und Herbstein an der Reihe. Das teilt der ärztliche Leiter des Corona-Impfzentrums, Dr. Erich Wranze-Bielefeld, mit, wie aus einer Presseinformation des Vogelsbergkreises hervorgeht. In enger Abstimmung mit den Hausärztinnen und Hausärzten seien pragmatische Lösungen für die dezentralen Impfungen gefunden worden. (Lesen Sie hier: Mit dem Corona-Ticker für den Vogelsberg bleiben Sie auf dem Laufenden)

Corona im Vogelsberg: Nicht mobile Senioren werden zu Hause geimpft

Weiter heißt es: Entsprechend der begrenzten Impfstoff-Kapazitäten könne man bislang ein positives Fazit im Vogelsberg ziehen, wird Dr. Wranze-Bielefeld zitiert: „Neben den mittlerweile annähernd 500 Impfungen im Impfzentrum täglich, unterstützt der Kreis die Hausärzte dabei, die Impfungen in der Fläche zu leisten.“

Der Leiter des Corona-Impfzentrums erklärte weiter: „Der Vogelsbergkreis übernimmt die Impfung immobiler älterer Menschen nur dort, wo die Abdeckung durch Hausärzte an ihre Grenzen stößt.“ Schließlich sei ein erheblicher bürokratischer Aufwand mit den Impfungen verbunden.

Doch auch für den Austausch und Abgleich der Daten zwischen Impfzentrum und Hausarztpraxis habe man einen sicheren Weg gefunden, ließ der Ärztliche Leiter wissen. Trotzdem weist Dr. Wranze-Bielefeld darauf hin, dass sich Impfwillige, die zum Beispiel in einer Hausarztpraxis eine Schutzimpfung erhalten haben, wieder aus dem Terminvergabeportal des Landes austragen sollten. So werden Doppelbuchungen vermieden und weiteren Impfwilligen kann ein Angebot gemacht werden.

Corona im Vogelsberg: Impfzentrum-Mitarbeiter berichten von Anfeindungen

„Die Impfungen in den Hausarztpraxen sind gut angelaufen und die Zusammenarbeit mit dem Impfzentrum funktioniert gut“, erklärt auch Dr. Susanne Sommer, Bezirksvorsitzende des Hausärzteverbands Hessen. Das gemeinsame Problem sei weiterhin: der Mangel an Corona-Impfstoff.

Der Wille, schnellstmöglich viele zu impfen, bestehe hingegen sowohl bei den Hausärzten als auch im Impfzentrum. „Umso mehr irritiere es alle Beteiligten, wenn Hausärzte und Mitarbeiter des Impfzentrums persönlich angefeindet werden, weil es nicht schnell genug gehe oder weil nicht der Impfstoff der Wahl verabreicht werden könne“, heißt es abschließend.

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