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Inzidenz schnellt hoch, Impfquote stagniert: So ist die Corona-Lage im Vogelsberg

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Von: Bernd Götte

Coronavirus
Im Vogelsbergkreis stagniert derzeit die Zahl der Corona-Impfungen. (Symbolfoto) © Marijan Murat/dpa

Die Corona-Situation im Vogelsberg scheint beherrschbar: Auch wenn Vizelandrat Dr. Jens Mischak (CDU) keine Entwarnung geben wollte, fiel das bei einer Pressekonferenz gezeichnete Bild doch wenig dramatisch aus. 

Vogelsbergkreis - Für ihre Pressekonferenz hatten die Verantwortlichen beim Landratsamt diesmal ein neues, ungewohntes Format gewählt. Per Videoschalte konnten eingeladene Journalisten daran teilnehmen und ihre Fragen stellen.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak berichtete, dass die Corona-Inzidenz in den vergangenen zwei Wochen im Vogelsbergkreis von 450 auf 1600 hochgeschnellt sei. „Das erscheint auf den ersten Blick viel, aber es liegt im Trend der Entwicklung in ganz Hessen“, erklärte er. Dabei sei die Omikron-Variante vorherrschend. Knapp 100 Prozent der Neuinfektionen seien auf diese neuartige Virusvariante zurückzuführen.

Differenziert betrachtete Mischak die Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. Zwar habe es unter Schulkindern nach den Weihnachtsferien 400 Infektionen gegeben, diese vor allem an Orten wie Schlitz, an denen die Inzidenz ohnehin schon hoch gewesen sei. In den Kindergärten sei die Lage aber nicht dramatisch. In den 59 Kitas im Landkreis mussten bisher lediglich acht Gruppen geschlossen werden. (Mit dem Corona-Ticker für den Vogelsberg bleiben Sie auf dem Laufenden)

Corona im Vogelsberg: Inzidenz schnellt hoch - Acht Kita-Gruppe geschlossen

Der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Henrik Reygers wies darauf hin, dass wenige Leute wegen Corona in das Krankenhaus eingeliefert werden müssten.

Allerdings würde bei vielen Menschen, die in das Krankenhaus eingeliefert würden, eine Covid-Infektion festgestellt, weil dort bei der Untersuchung eine entsprechende Infektion festgestellt würde. Lediglich ein Drittel der festgestellten Covid-Erkrankungen sei als Nebenbefund zu einer anderen Krankheit festgestellt worden. Deswegen habe man auf den Regelstationen mehr Patienten; aber auch an großen regionalen Krankenhäusern sei die Lage relativ entspannt.

Anzahl der Impfungen stagniert - Experten unzufrieden

Diese Entspannung sei aber kein Grund zur Sorglosigkeit, mahnte Andreas Smakall vom Gesundheitsamt. Er verdeutlichte auch, dass seine Behörde derzeit mit der Benachrichtigung und Rückverfolgung sehr viel Arbeit habe. Deswegen würde nicht jeder einzelne Verdachtsfall angerufen, sondern man informiere die entsprechenden Personen per Post.

Unzufrieden zeigten sich die Experten mit der Anzahl der Impfungen: diese stagniere.

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