Im Eichhof-Krankenhaus in Lauterbach werden vorerst keine elektiven Operationen durchgeführt.
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Im Eichhof-Krankenhaus in Lauterbach werden die steigenden Corona-Zahlen mit Sorge betrachtet.

Patienten zwischen 33 und 91

Corona-Zahlen bereiten dem Eichhof-Krankenhaus in Lauterbach Sorge: „Verläufe scheinen langwieriger zu werden“

  • Daniela Petersen
    vonDaniela Petersen
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Deutschlandweit steigen die Corona-Zahlen und Virologe Christian Drosten warnt vor einer Auslastung der Intensivstationen. Doch wie sieht es im Vogelsberg aus?

Lauterbach - Aktuell werden im Eichhof-Krankenhaus in Lauterbach im Vogelsbergkreis zwei Fälle auf der Intensivstation behandelt. Auf der Normalstation sind es laut Chefarzt Tobias Plücker zwölf Corona-Patienten.

Der Anstieg der Zahlen deutschlandweit und in der Region war so prognostiziert und abzusehen, findet Plücker. „Die Zahlen bereiten deshalb Sorge, da jetzt auch sehr sprunghaft und rasch die Patientenzahlen in den Krankenhäusern ansteigen. Wir haben die Abläufe wieder umgestellt und arbeiten jetzt genau wie zum Jahreswechsel“, sagt er. Auch in den anderen Krankenhäusern der Region ist die Corona-Lage zunehmend ernst.

Corona im Vogelsberg: Zahlen bereiten Eichhof-Krankenhaus Sorge

„Die Corona-Patienten, die wir derzeit behandeln, sind zwischen 33 und 91 Jahre alt. Es deutet sich an, dass die Krankheitsverläufe zum Teil langwieriger und schwerwiegender sind.“ Was die Wirksamkeit der Impfung betrifft, so habe es im Krankenhaus noch keine schweren Verläufe einer Covid-Erkrankung nach Impfung gegeben.

„Es gibt eine sehr gute Kooperation zwischen den Krankenhäusern im Versorgungsgebiet, aber auch in ganz Hessen. Bei steigenden Zahlen müssen die Krankenhäuser mehr Intensivkapazitäten vorhalten“, erklärt Plücker. Das gehe aber natürlich zu Lasten der planbaren Eingriffe.

Im Hinblick auf Mutationen, erklärt Plücker: „Bei uns steigen die Zahlen deutlich. Wir gehen davon aus, dass inzwischen ein Großteil der Fälle bei uns durch die Mutation B 1.1.7 verursacht wird.“ Die Quote an nachweisbaren Lungenveränderungen sei höher als bei der Wildtyp-Variante. „Außerdem scheinen die Verläufe wieder langwieriger zu werden.“

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