(Archivbild) Eine Mitarbeiterin am Institut für Virologie der technischen Universität München (TUM) bereitet Proben von Menschen mit Covid-19-Verdacht in einem Labor für die weitere Analyse vor. Im Labor werden Proben mit Viren untersucht.
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Der Vogelsbergkreis installiert ein eigenes Coronavirus-Testcenter.

Tests im Gesundheitsamt

Vogelsbergkreis installiert eigenes Coronavirus-Testcenter - Diese Regeln gelten für Reiserückkehrer

Der Vogelsbergkreis hat ein eigene Coronavirus-Testcenter installiert. Etwa Reiserückkehrer, die sich auf das Coronavirus testen lassen wollen, können das nun im Gesundheitsamt tun.

  • Der Vogelsbergkreis hat ein eigenes Coronavirus-Testcenter installiert.
  • Damit will der Kreis „flexibel und agil“ auf die Coronavirus-Krise reagieren können.
  • Reiserückkehrer haben die Möglichkeit, sich im neuen Center auf das Coronavirus testen zu lassen.

Vogelsbergkreis - Wegen der Schließung des Corona-Testcenters der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Alsfeld wurden seit dem 29. Juni Coronavirus-Tests an den Krankenhäusern in Alsfeld und Lauterbach durchgeführt, meldet der Kreis.

„Die Entwicklungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass sich die Infektionszahlen in der Coronavirus-Pandemie schnell ändern können und das Pandemie-Geschehen nicht an den Kreisgrenzen des Vogelsbergs Halt macht“, wird Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak (CDU) in einer Pressemitteilung zitiert.

Vogelsberg testet nun im kreiseigenen Center auf das Coronavirus

„Um flexibel und agil bei sich ändernden Infektionslagen agieren zu können, hat die Kreisspitze in enger Abstimmung mit den beteiligten Krankenhäusern entschieden, ein vom Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises eingerichtetes Coronavirus-Testcenter zu eröffnen“, erklärt Mischak.

Von einem externen Dienstleister sollen am Testcenter in Alsfeld von nun an alle vom Gesundheitsamt angeordneten Tests durchgeführt werden.

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Reiserückkehrer können sich auf das Coronavirus testen lassen

Reiserückkehrer haben laut Vogelsbergkreis seit dem 1. August das Recht, sich nach Rückkehr aus dem Ausland und aus inländischen Risikogebieten auch beim Hausarzt auf das Coronavirus testen zu lassen - eine Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Abstriche sollen durch niedergelassene Ärzte und die Abstrich-Center der Kassenärztlichen Vereinigungen durchgeführt werden. Kritik daran äußert der Vogelsberger Hausarzt Michael Buff in der Pressemitteilung: „Diese Vorgabe ist für mich logisch nicht nachvollziehbar, es handelt sich ja nicht um Patienten, sondern um symptomfreie Personen.“

Lesen Sie hier: Mit dem Tod eines 67-Jährigen sind inzwischen sechs Menschen aus dem Vogelsbergkreis an oder mit dem Coronavirus verstorben.

Neben dem normalen Praxisbetrieb zusätzlich Tests durchzuführen, stoße an die Grenzen der Hausärzte und sei teilweise praktisch nicht umsetzbar. „Auch besteht für niedergelassene Ärzte keine Verpflichtung, diese Tests anzubieten. Die nächsten Testzentren der KV Hessen befinden sich in Marburg, Gießen und Fulda“, so Buff.

Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak hält das kreiseigene Testcenter für eine „praktikable Lösung“. Denn jetzt stehe Reiserückkehrern die Möglichkeit zur Verfügung, sich über das Gesundheitsamt testen zu lassen. (lea)

An wen können sich Reiserückkehrer wenden?
Reiserückkehrer aus dem Ausland und aus deutschen Risikogebieten gemäß Robert-Koch-Institut (RKI), haben Anspruch auf eine Testung. Reiserückkehrer, deren Hausarztpraxis keine Testung durchführt, können sich an das Gesundheitsamt wenden
Für eine Testung über das Gesundheitsamt ist eine telefonische Voranmeldung unter der Coronavirus-Hotline des Gesundheitsamtes (06641) 977-189 nötig. Das Gesundheitsamt beauftragt die Testung in einem Testzentrum oder einer Schwerpunktpraxis.
Wenn sich Reiserückkehrer über niedergelassene Hausärzte testen lassen wollen, müssen sie sich auch dort telefonisch anmelden, bevor die Hausarztpraxis eine Testung durchführt. Ob die eigene Hausarztpraxis Testungen anbietet, können Betroffene dort erfragen
Alle Einreisenden haben Anspruch auf diesen Test, sofern er innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise erfolgt. Ein vorheriger Auslandsaufenthalt muss zum Beispiel durch einen Boarding-Pass, ein Ticket oder eine Hotelrechnung nachgewiesen werden.
An wen wenden sich Personen ohne Krankheitssymptome?
Personen ohne Krankheitszeichen, die mit positiv Getesteten einen mindestens 15-minütigen persönlichen Kontakt hatten oder im selben Haushalt leben, können sich über das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises testen lassen. Auch wenn die Corona-Warn-App eine Risikomeldung anzeigt, ist eine Testung über die Behörde möglich. Nach telefonischer Voranmeldung beauftragt das Gesundheitsamt die Testung in einem Testzentrum oder einer Schwerpunktpraxis.
An wen wenden sich Personen mit Krankheitssymptomen?
Personen mit Krankheitszeichen wie beispielsweise starker Erkältung, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber sowie Geschmacks- und Geruchsverlust können sich nach telefonischer Voranmeldung über niedergelassene Hausärzte testen lassen. Außerdem ist eine Vermittlung über den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 möglich. Dieser vermittelt dann eine entsprechende Testung.
„Sollten die Infektionszahlen wieder steigen, haben wir in Alsfeld die Kapazitäten, um zu reagieren. Dort können umfangreiche Testungen durchgeführt werden“, stellt Mischak klar.

Lesen Sie hier: Digitaler Arztbesuch in Coronavirus-Zeiten: Bereitschaftsdienst bietet Rat per Video an. Coronavirus-Tests gehören in den Fuldaer Krankenhäusern nun zum Standard. Viele Neuinfektionen im Main-Kinzig-Kreis: Reiserückkehrer lassen Infektionszahlen steigen. Rückkehr nach Osthessen: Das gilt für Reiserückkehrer. Im Vogelsbergkreis wurde unterdessen ein Zeltlager von der Polizei aufgelöst, weil gegen die Hygienemaßnahmen verstoßen wurde. An einer Schule in Alsfeld hat es wegen eines Reiserückkehrers einen Corona-Fall gegeben.

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