Einige Aktivisten machten vor dem Wartenberg Oval gegen den Autobahnausbau mobil.
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Einige Aktivisten machten vor dem Wartenberg Oval gegen den Autobahnausbau mobil.

Demonstranten vor Ort

Dannenröder Forst Thema im Kreistag: Diskussion um schnellen Baumhäuser-Abriss

Ganz ohne den Dannenröder Forst funktionieren derzeit die wenigsten politischen Debatten im Vogelsberg. Auch während der Kreistagssitzung spielte das Thema eine Rolle.

Angersbach - Vor dem Tagungsort, dem Wartenberg Oval in Angersbach, hatte sich eine Handvoll Demonstranten eingefunden, um gegen den Ausbau der A49 Stellung zu beziehen. Der Kreistag hat sich schon zuvor mit großer Mehrheit für den Lückenschluss ausgesprochen, sodass sich die Ausbaugegner – Grüne und Linke – auf Details beschränken mussten.

Demonstranten vor dem Wartenberg Oval - Dannenröder Forst Thema im Kreistag

Die Fraktion der Grünen wollte wissen, wie es um die Ausgleichsmaßnahmen für die gefällten Waldstücke bestellt sei. In der schriftlichen Beantwortung erläuterte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak (CDU), dass der Kreis nur für solche Ausgleichsmaßnahmen zuständig sei, die von der Unteren Naturschutzbehörde festgesetzt werden. Er gehe davon aus, dass der Grünflächenverlust zu 100 Prozent ausgeglichen werde. Eine Überkompensierung von Flächen schloss der Kreisbeigeordnete aus.

Ein kleiner Disput entspann sich über die Räumung der Baumhäuser im Dannenröder Forst. Grünen-Fraktionsvorsitzender Dr. Rolf Ornik monierte nämlich, dass bei anderen illegalen Bauten im Vogelsbergkreis durchaus monate- und jahrelang abgewartet werde, derweil die Baumhäuser innerhalb von drei Tagen nach der Räumungsverfügung abgerissen wurden. Mischak erklärte, dass hier aus baurechtlichen Gründen schnell gehandelt werden musste, weil die Fristen des Planfeststellungsverfahrens einzuhalten gewesen seien. Damit störten die Baumhäuser die Arbeiten. Solche Folgen gingen von illegal errichteten Gartenhütten nicht aus. (bg)

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