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14. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

SCHLITZ - Tour der deutschen Einheit: Unter diesem Motto fand die14. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge vom 11. bis 19.September statt. Mit dabei waren Dietmar Bonin und sein Co-Pilot Helmut Zindler in dem in unseren Breiten bekannten Mercedes Benz Lkw aus dem Jahre 1961. 172 PS werkeln unter der mächtigen Motorhaube des LAK 329, so die genaue Typenbezeichnung des Oldtimers in der Spessart-Quellen-Lackierung, was eine Höchstgeschwindigkeit von 75km/h ermöglicht.

Mit dem Motto „Tour der deutschen Einheit" wollten die Organisatoren speziell daran erinnern, welchen wichtigen Beitrag die Transportbranche zur deutschen Wiedervereinigung in den letzten 25 Jahren geleistet hat. „Die Lastwagen und Omnibusse begeben sich auf eine für Nutzfahrzeuge eher ungewöhnliche ‚Vergnügungstour‘", sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Er betonte, dass die schweren Gefährte „selten zum Spaß" unterwegs seien.

Von Köln über Hünfeld nach Berlin

„Nutzfahrzeuge bilden vielmehr das Rückgrat unserer Volkswirtschaft", erklärte Wissmann. „Sie sind unterwegs, um die Wirtschaft am Laufen zu halten und um die Menschen mit allen wichtigen Gütern zu beliefern." Die Tour startete in Köln und führte unter anderem über Hünfeld, Point Alpha, Schweinfurt, Pilsen, Hof, Görlitz und Leipzig nach Berlin, wo sie am 19. September endete.

Für die 70 teilnehmenden Lkw und Busse war eine mehr als 1500 Kilometer lange Strecke zurückzulegen. Diese Lastwagen und Omnibusse gibt es normalerweise nur noch im Museum zu bestaunen. Der älteste hatte das Baujahr 1943. Es sind Marken dabei, die heute noch jeder kennt, wie Volvo, Mercedes-Benz oder MAN. Aber wer erinnert sich noch an Faun, Krupp, Büssing, Kaelble oder Hanomag-Henschel? Oder an den DDR-Herstellernamen IFA, den die Geschichte nach der deutschen Wiedervereinigung verschluckt hat? Im Teilnehmerfeld dabei waren Fahrer und erfreulich viele Fahrerinnen aus Schweden, Niederlanden, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien. / hz

Ausführlicher Bericht in der Print-Ausgabe.

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