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Drei Klassiker und ein Wunschfilm: ACS will im Sommer Autokino in Schlitz auf die Beine stellen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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SCHLITZ - In Schlitz soll im Sommer an zwei Tagen ein Autokino stehen. Dort könnte für 120 Autos oder 600 Besucher Platz sein. Noch sucht der Automobil-Club Schlitz jedoch nach den nötigen Sponsoren.

Schlitz könnte diesen Sommer Osthessen Kinohochburg werden – zumindest für zwei Tage. Der Automobil-Club der Burgenstadt (ACS) möchte an einem Wochenende im August ein Autokino nach „klassischem Vorbild“ veranstalten.

Um das Projekt zu finanzieren, geht der Club neue Wege. Einige Euro fehlen allerdings noch. Dafür haben die Autofans bereits klare Vorstellungen davon, wie und wo das Event stattfinden soll.

Platz für 120 Autos

„Vermutlich bauen wir das Autokino auf dem Brauereigelände in Schlitz auf“, sagt Sebastian Wendt vom ACS fuldaerzeitung.de. „Dort wäre Platz für 120 Autos.“ Bei 120 Fünfsitzern passten also 600 Besucher in das Autokino.

Die könnten es sich an den beiden Abenden – hoffentlich bei schönstem Sommerwetter – bei insgesamt vier Filmen gemütlich machen. Aktuell plant der ACS mit den drei Klassikern „Denn sie wissen nicht, was sie tun“, „Goldfinger“ und „Ein ausgekochtes Schlitzohr“. Was den vierten Streifen angeht, da sind sie für Vorschläge offen.

Verhungern und verdursten muss auf jeden Fall niemand. „Es soll Snacks wie Popcorn, Hamburger und Hotdogs geben – und natürlich Getränke“, sagt Wendt vom ACS. Vielleicht wird es im Zusammenhang mit dem Autokino noch eine weitere Veranstaltung geben, so als Rahmenprogramm. Wendt und Kollegen könnten sich ein Oldtimer-Treffen vorstellen.

ACS sammelt Geld im Internet

In trockenen Tüchern ist das Ganze allerdings noch nicht. 5000 Euro benötigt der ACS – unter anderem für die Projektionstechnik und die 120 Quadratmeter große Leinwand. Um das nötige Geld zusammenzutreiben, hat Wendt auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein Projekt gestartet.

Beim Crowdfunding steuern mehrere interessierte Menschen einen mehr oder weniger kleinen Betrag zu der Finanzierung eines Projektes, eines Produktes oder einer Geschäftsidee bei. Kommt so bis zu einer bestimmten Frist eine vorher festgelegte Summe zustande, wird das Projekt realisiert und die Teilnehmer an der Finanzierung werden belohnt. Wird die Summe unterschritten, ist das Projekt vorerst gescheitert. Die Finanzierungs-Teilnehmer müssen dann die zuvor zugesagte Summe nicht überweisen.

Bisher elf Unterstützer

Bei dem ACS-Projekt liegt der Mindestbetrag bei 40 Euro. Wer über Kickstarter so viel Geld oder mehr zur Realisierung des Autokinos in Schlitz beiträgt, erhält an einem Tag kostenfreien Eintritt für ein Auto mit bis zu fünf Sitzen beziehungsweise Insassen. „Später werden die Karten wohl mehr als zehn Euro kosten“, sagt Wendt. „Gewinn wollen wir mit dem Kino aber nicht erzielen. Bleibt etwas übrig, soll das Geld an unseren Nachwuchs oder einen anderen guten Zwecke gehen.“

Einen Tag bevor das Finanzierungs-Projekt auf der Plattform am 6. März ausläuft haben sich jedoch erst elf Unterstützer gefunden. Dem Automobil-Club fehlen noch 4560 Euro.

Suche nach Sponsoren

Sebastian Wendt ist dennoch optimistisch. „Über Kickstarter und Facebook wollten wir erst einmal gucken, wie groß die Resonanz ist“, sagt er. So ist das Interesse innerhalb der Facebook-Gruppe „Schlitz Aktuell“ deutlich größer als auf der Crowdfunding-Plattform.

„Wir sind zurzeit auf der Suche nach Autohäusern, die uns finanziell unterstützen“, sagt Wendt. Als Gegenleistung erhielten diese Freikarten, die sie an Kunden verschenken könnten. Zudem sei auch herkömmliches Sponsoring denkbar.

Dass die Summe über Kickstarter noch zusammenkommt, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Am 6. März endet das Projekt bereits. „Wer bisher eine Finanzierungszusage gegeben hat, muss aber keine Angst haben“, sagt Sebastian Wendt. „Sie müssen in diesem Fall nichts überweisen. Wenn sie mögen, können sie uns ihre finanzielle Unterstützung aber anderweitig zukommen lassen.“ Kostenfreien Eintritt erhielten diese dann natürlich auch. / sps

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