1. Fuldaer Zeitung
  2. Vogelsberg

Eine glatte Eins für Diakoniestation Lauterbach

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Lauterbach - Die Qualitätsstandards von Pflegediensten sind für Laien nur schwer zu erkennen. Der Medizinische Dienst der Kassen (MDK) prüft daher einmal jährlich ambulante Pflegedienste – und zwar unangemeldet. Mit der Note "Sehr gut" (1,0) hat die Diakoniestation am Medizinischen Zentrum Eichhof in Lauterbach die diesjährige Qualitätsprüfung bestanden.

Mit diesem Top-Ergebnis unterstreicht der MDK nachhaltig die Qualität der Lauterbacher Einrichtung, die mit 90 Mitarbeitern derzeit 814 Patienten in Lauterbach, Wartenberg, Schlitz und Schwalmtal versorgen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Leistung und Qualität der Pflege gelegt und so die Grundlage für eine angemessene Versorgung geschaffen. Die MDK-Qualitätsprüfungen werden veröffentlicht und stellen sicher, dass den Pflegebedürftigen und deren Angehörigen eine verständliche Vergleichsbasis zur Verfügung steht.

"Die Menschen stehen im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit und wir freuen uns, dass die geleistete Arbeit mit diesem tollen Ergebnis offiziell bestätigt wird", freut sich Hanne Steuernagel, Pflegedienstleitung der Diakoniestation Lauterbach, über das erfolgreiche Abschneiden. "Ich bin stolz auf mein Team, ganz gleich, ob es sich um die Pflegekräfte oder die Mitarbeiter der Verwaltung, Betreuung und Hauswirtschaft handelt, das Ergebnis ist unser aller gemeinsamer Erfolg", verkündet Steuernagel stolz.

"Der MDK prüft im Rahmen der Qualitätsprüfung bis zu 37 Einzelkriterien, die drei Qualitätsbereichen zugeordnet sind. Den Schwerpunkt bildet dabei der Bereich "Pflegerische Leistungen" zu dem beispielsweise die individuelle Körperpflege, das Erkennen von Dekubitus-Risiken oder der Umgang mit demenzkranken Klienten und die Betreuung der Angehörigen gehört", erklärt Ute Passarge, selbst Altenpflegerin und die Qualitätsbeauftragte der Diakoniestation. Ebenso wichtig sei der Teilbereich der ärztlich verordneten pflegerischen Leistungen. Hier stünden zum Beispiel die Medikamentenkontrolle, die aktive Kommunikation mit dem behandelnden Arzt oder die Dokumentation der Pflege im Fokus, so Passarge. "Für die Prüfer ist es sehr wichtig, nachvollziehen zu können, dass wir auftretende Risiken erkennen, umgehend reagieren und notwendige Maßnahmen einleiten.

Drei Gutachter hatte der MDK im Februar dieses Jahres in den Vogelsberg entsandt, um bei 15 Patienten nach dem Zufallsprinzip vor Ort zu prüfen, wie es um die Versorgung der Klienten der Diakoniestation Lauterbach bestellt ist. "Das bringt unsere Abläufe zwar ganz schön durcheinander, aber auf diese Weise ist das Ergebnis umso ehrlicher", befürwortet die Leiterin das Prozedere. Ganz besonders freut sie sich über das Ergebnis der Kundenbefragung. Mit bis zu 12 Kriterien – unter anderem Fragen zur Erreichbarkeit, das Respektieren von Privatsphäre oder der freundliche Umgang mit Pflegebedürftigen und deren Angehörigen – prüfen die Gutachter den Umgang mit den Klienten. "Dass wir uns ein hohes Qualitätsniveau auferlegt haben, wissen wir. Dass wir dies nun schwarz auf weiß gewürdigt sehen, freut uns natürlich besonders", sagt Hanne Steuernagel.

Auch der Verwaltungsdirektor des Medizinischen Zentrums Eichhof, Dr. Christof Erdmann, freut sich über den Erfolg: "Wir können seit Jahren schon eine stetige Verbesserung im Rahmen einer anspruchsvollen Prüfung verzeichnen. Zwar haben wir immer schon sehr gut abgeschnitten, aber mit dem Top-Ergebnis von 1,0 in allen Kriterien haben wir das Optimum erreicht", sagt der Verwaltungschef und gratuliert den Mitarbeitern der Diakoniestation. Die Verantwortlichen versprechen, alles daran zu setzen, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Unter pflegelotse.de kann der vollständige, aktuelle Transparenzbericht der Diakoniestation Lauterbach im Internet eingesehen werden. / rsb

Auch interessant