Von links: EKHK Wolfgang Taschner (Kripo Alsfeld), Pfr. Friedhelm Kalbhenn, Pfr. Klaus Schache, EPHK Harald Bartel (Polizeistation Alsfeld), Pfr. Harald Wysk, Pfr. Sven Kießling, Kriminaldirektor Andreas Böhm (Polizeidirektion), Pfr. Theo Günther, EPHK Peter Muth (Polizeistation Lauterbach), Pfr. Walter Bernbeck, Katja Scharper, Pfr. Heinrich Schäfer, Horst Kurz. / Foto: Polizei

Einfühlsame und äußerst wichtige Aufgabe: Polizei bedankt sich bei Notfallseelsorgern im Vogelsbergkreis

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Vogelsbergkreis - Anfang Dezember hatten der Leiter der Polizeidirektion Vogelsberg, Kriminaldirektor Andreas Böhm, und seine Führungscrew die für den Kreis verantwortlichen Notfallseelsorger zu einem Adventscafe eingeladen.

Einziges Anliegen der Polizeimannschaft war, sich für die vielfältigen und hochkomplexen Einsätze der Seelsorger zu bedanken. Böhm hob hervor, dass das zurückliegende Jahr, sowohl quantitativ als auch qualitativ, für die Polizei eher außergewöhnlich verlief. Beispielhaft hob der Polizeichef die Explosionslagen in Alsfeld und in Homberg/Ohm sowie einen dramatisch verlaufenen Arbeitsunfall in einem Romröder Ortsteil hervor, bei dem ein junger Mann in eine Heupresse geriet und starb. Hinzu kamen Verkehrsunfälle mit tödlich verletzten Fahrzeuglenkern und weitere Todesursachenermittlungen.

"Die einfühlsame und äußerst wichtige Arbeit für die Betroffenen als auch für die Polizei, verknüpft mit einer ständigen Einsatzbereitschaft von Ihnen, kann gar nicht hoch genug bewertet werden", so Böhm. Der koordinierende Seelsorger, Pfarrer Harald Wysk, erklärte, dass es in diesen brisanten Fällen weniger um das seelsorgerische Handeln als um eine Akutintervention, der psychosozialen Notfallversorgung gehe. Die Religion spiele in diesen Momenten eine eher untergeordnete Rolle.

"In einigen Fällen der jüngsten Vergangenheit befinden wir uns immer noch in der Nachsorge der betroffenen Familien", sagte Wysk. Die Notfallseelsorger arbeiten überwiegend im Nebenamt, neben ihren Tätigkeiten als Gemeindepfarrer. "Deshalb hoffen wir, dass sich auch in Zukunft genügend Ehrenamtlich finden, die sich für die Arbeit der psychosozialen Notfallversorgung interessieren", erklärte Wysk abschließend.

Nach einem konstruktiven Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen erhielten die Seelsorger noch eine kurze Führung durch das neue Polizeigebäude. / rsb

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