Blick über Rimbach, das von den Transporten für die Windräder betroffen ist, auf einen Teil des Windparks Berngerode. In dessen Nachbarschaft will die Firma Grünwerke auf Breitenbacher Gemarkung bauen. / Foto: Walter Kreuzer

Einnahmen überwiegen die Bedenken: Wegenutzungsvertrag mit Windpark-Investor in Breitenbach

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Wenn es nach dem Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss (HFWA) der Stadtverordnetenversammlung geht, darf die Firma Grünwerke beim Bau eines Windparks städtische Straßen benutzen. Begrüßt wird das Vorhaben nicht, allerdings schätzten die Mitglieder die Vorteile – jährliche Einnahmen – höher ein als die Nachteile.

Von unserem Redaktionsmitglied Walter Kreuzer

Eine Erweiterung des Windparks Berngerode der Firma Abo Wind auf Schlitzer Gebiet ist derzeit kein Thema. Allerdings sollen in dem Waldgebiet zwischen dem Unteren Fuldagrund des Schlitzerlandes sowie den Großgemeinden Grebenau und Breitenbach am Herzberg mehr als ein halbes Dutzend weiterer Windräder entstehen. Da der beste Zugang mit den beim Bau notwendigen Schwertransporten zu den vorgesehenen Flächen von der Schlitzer Seite aus gegeben ist, kommt die Stadt ins Spiel. Zunächst allerdings nur in Bezug auf die von der Firma Grünwerke – ein auf erneuerbare Energien spezialisiertes 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke Düsseldorf – auf Breitenbacher Gebiet geplanten und beim Regierungspräsidium Kassel beantragten drei Windräder. Konkret geht es um die Nutzung der Straße und Wege. Hierzu hat der Magistrat einen Wegenutzungsvertrag ausgehandelt. Dieser sieht laut Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer (CDU) unter anderem den Rückbau von verbreiterten Wegen und Kurven vor, sobald die Arbeiten abgeschlossen sind. 300.000 Euro für Wegnutzung Wichtiger für die Stadt sind aber die vereinbarten Zahlungen als Abgeltung für die Wegenutzung: Neben einer Zahlung von 10.000 Euro sollen die Grünwerke 20 Jahre lang jährlich pro Anlage 4800 Euro überweisen, in der Summe also 300.000 Euro. Dr. Klaus Koch kündigte für die BLS-Fraktion an, dass die Vorlage abgelehnt werde. Als Grund nannte er die seinerzeitige Ablehnung des Windparks Berngerode. Auch CDU-Fraktionschef Jürgen Dickert tut sich schwer: „Ich habe die Windräder nicht gerne im Wald. Aber die Abstände werden eingehalten, wir können sie nicht verhindern – aber daran verdienen.“ Ähnlich begründete Frank Döring seine Zustimmung. Genehmigung steht noch aus Der SPD-Fraktionschef wollte zudem vom Bürgermeister wissen, wie weit der Antrag von Abo-Wind für fünf Anlagen in der Gemarkung Grebenau gediehen sei. Laut Bürgermeister steht die Genehmigung offenbar noch aus, das Unternehmen plane aber wohl, noch 2016 mit dem Bau zu beginnen. Auch Abo-Wind wolle den Bau von der Schlitzer Seite aus bedienen: „Hier gibt es eine Verquickung mit dem uns versprochenen Bürgerwindrad.“

„Wir sind auch nicht glücklich über den Bau dieser Windräder. Aber die Firma würde andere Wege finden, wenn wir ablehnen. Das wäre schwieriger, aber nicht unüberwindbar“, meinte Michaela Althaus (FDP).

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