Horst Cieslik und Manfred Alles mit den neuen Hinweisschildern (aus Eiche) für die beiden Wege. / Foto: sigi

Erschließung von Rückewegen mit Hüttenabend

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Schlitz/Üllershausen - Bereits seit über dreißig Jahren ist es bei der Forstbetriebsvereinigung Oberer Fuldagrund Usus, das einmal im Jahr zu einem „Praktischen Nachmittag“ eingeladen wird.

Beim diesjährigen Termin stand die Besichtigung vom „Eierweg“ in Hartershausen und der „Birkenweg“ in Hemmen an. Leider war auch in diesem Jahr das Interesse der Kleinprivatwaldbesitzer nicht gerade als übermäßig zu bezeichnen.

Der erste Vorsitzende Bernd Becker konnte hierzu den Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft Schlitzerland, Axel Semmler, sowie den Revierleiter der Revierförsterei Schlitz (Landesbetrieb Hessen-Forstamt Burghaun), Gerrit Diebel, begrüßen. Zu einem späten Zeitpunkt stieß auch das Ehrenmitglied Günther Görnert hinzu. Während der Besichtigungen machten leider heftige Regenschauer ausführliche weitere Begehungen und die dazugehörigen Erläuterungen zunichte. Der „Eierweg“ bei Hartertshausen wurde 1981– genügte den damaligen Ansprüche/Maßnahmen für den Wegebau – gebaut. Heute sollte/müsste er „eigentlich“, so Revierleiter Gerrit Diebel in seinen Ausführungen, von den entlang grenzenden Waldbesitzern so hergerichtet werden, dass er den Ansprüchen eines Rückeweges entspricht. Heißt eine Regeltragfähigkeit für Lkw von 40-50 Tonnen sowie ganzjährig nutzbar! Das Wasser, Diebel weiter, sei der größte Feind beider Wege. Dazu komme das sehr dichte nach oben führende Astwerk, aufgrund dessen die Feuchtigkeit nicht verdunsten könne. Für die richtige Nutzung als Rückeweg müsste eine Verbreiterung des „Eierweges“ erfolgen, somit sei auch eine vernünftige Wasserführung gegeben.

Der „Eierweg“ ist auf seiner gesamten Länge, dies sind fast einen Kilometer, fast nicht befahrbar. Gerrit Diebel kam in seinen Ausführungen auch auf die Förderung von solchen Wegebaumaßnahmen zu sprechen, diese belaufen sich auf 70 Prozent. Die Kosten liegen zwischen 15-20 Euro pro Laufmeter, auf 3,50 Meter Breite. Währen der Besichtigungstour wurde auch ein kurzer Blick – es schüttete gerade wie aus Eimern – auf das Projekt von Alfred Hilpert, der KUP – Kurzerwerbsplantage – in Hemmen geworfen. Hilpert hat hier auf 1 ha Hybridpappeln gesetzt. Aufgrund der Raschwüchsigkeit wird die Hybridpappel gerne forstlich genutzt.

Als Vorteil ergibt sich hier die relativ kurze Umtriebszeit des Baumes. Sie werden sowohl zur Starkholzproduktion als auch zur schnellen Biomasseproduktion eingesetzt. Als Standort kommen lockere, tiefgründige, nährstoffreiche Böden in Frage. Hybridpappeln sind Bäume der weichen Art und halten dementsprechend Überflutungen gut stand.

Mit dem traditionellen gemütlichen Hüttenabend im „Roten Graben“, inklusiver Trockenlegung, ließ man den informativen Nachmittag ausklingen. / sigi

Das könnte Sie auch interessieren