Foto: Walter Kreuzer

Extra-Bus für Nieder-Stoll fehlt andernorts

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - So schnell reagieren Behörden selten: Am Dienstagabend verabschiedete die Stadtverordnetenversammlung einen CDU-Eilantrag zur Situation im Schülerverkehr des Kreutzersgrundes und schon wird ein zusätzlicher Bus eingesetzt. Mit der Lösung dieses Problemes wurde allerdings ein ähnliches im Fuldagrund verschärft.

Jens Güldner (CDU) hatte die untragbare Situation während der Sitzung am Dienstagabend mit drastischen Worten erläutert (wir berichteten). Schon vorher hatte Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer (CDU) reagiert und das Schulverwaltungsamt des Vogelsbergkreises auf die Zustände aufmerksam gemacht. Diese hatte sich offensichtlich umgehend mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) in Verbindung gesetzt, dessen Partnerunternehmen für den Schülertransport verantwortlich zeichnen.

Von dort erhielt die Stadt am Freitag eine Antwort, die Schäfer in Auszügen an unsere Zeitung weiterleitete. „Linie 393 – Kapazitätsproblem zur ersten Schulstunde von Nieder-Stoll nach Schlitz: Hier konnten wir durch eine Vorfahrt für Abhilfe sorgen“, zitiert der Bürgermeister aus dem RMV-Schreiben. Im vergangenen Schuljahr habe es in Üllershausen und Pfordt ähnliche Probleme gegeben. Diese gebe es im laufenden Schuljahr nicht mehr. Der RMV weiter: „Somit konnten wir diesen Bus nun ab Nieder-Stoll einsetzen. Er fahrt ab sofort morgens um 7.02 Uhr in Nieder-Stoll ab – also zur gleichen Zeit wie bisher.“ Der von Bad Salzschlirf kommende Linienbus halte daher nicht mehr in Nieder-Stoll.

Der RMV gehe davon aus, „dass dies eine tragfähige Lösung sein kann. Sollten bei Ihnen erneute Beschwerden eingehen, bitte ich diese an mich weiterzuleiten.“ Soweit der Verkehrsverbund. Auch Bürgermeister Schäfer hofft, dass damit die Probleme beseitigt seien und er „bedankt sich für die schnelle Reaktion“.

Ob diese Hoffnung realistisch und der Dank tatsächlich angebracht ist, bleibt abzuwarten. Die Redaktion des Schlitzer Bote erreichte allerdings am Donnerstag – an diesem Tag war der Artikel über die Situation im Kreuzersgrund erschienen – die telefonische Beschwerde einer Mutter aus Üllershausen. Ohne eine Information an die Betroffenen sei seit Dienstag der auch im RMV-Schreiben erwähnte Extra-Bus ausgeblieben – und die Kinder warteten vergeblich. Die vor längerer Zeit gefundene Lösung mit dem zusätzlichen Bus in Üllershausen sei nach wie vor erforderlich. Der aus Fulda kommende Bus komme oft bereits voll besetzt in ihrem Stadtteil an.

Während sich die Lage im Kreutzersgrund wohl entspannt, harren damit die Probleme in Willofs und Üllershausen weiter einer Lösung. / kw

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