Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller (rechts) dankte Wolfgang Glasner (links) und dem Film- und Videoclub für deren herausragendes Engagement. Foto: Martin G. Günkel

Film- und Videoclub zeigt 49. Rückblende

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Lauterbach - Seit 50 Jahren werden erhebliche Teile die Lauterbacher Stadtgeschichte durchgängig in bewegten Bildern dokumentiert. Der Lauterbacher Film- und Videoclub hat das unter der Regie von Wolfgang Glasner ermöglicht.

Im Herbst erscheint die 50. Ausgabe der "Rückblende rund um Lauterbach". Die 49. Ausgabe erlebte bereits ihre zweite Aufführung – im fast voll besetzten großen Saal des "Lauterbacher Hofs" in Lauterbach.

Neben Wolfgang Glasner haben auch Gustav Jöckel und Florian Schrimpf Aufnahmen zu den Filmen beigesteuert. Montage, Kommentar und Vertonung hat Glasner selbst übernommen. Den neuen Film zeichnet das aus, was alle Rückblenden sehenswert macht: Ein Blick für Gesichter und für Details, ohne dass die Kamera je aufdringlich wird. Es ist ein liebevoller und sanfter Blick auf Menschen in Lauterbach.

Diese Bilder werden in einem sehr musikalischen Schnitt zusammengefügt, der sich genügend Zeit für die einzelnen Einstellungen und das darin Gezeigte nimmt. Wolfgang Glasners Kommentierung ist klar, anschaulich und schnörkellos, so dass sie den Film unterstützt und niemals übertönt. Dieser Kommentar ist eingebunden in einen makellosen, weichen Tonschnitt, wie er alles andere als selbstverständlich ist.

Zu dem riesigen Aufwand, den die Herstellung eines Filmes immer bedeutet, kommt für den Film- und Videoclub Lauterbach noch eine weitere Herausforderung hinzu, denn jede Rückblende bedeutet einen Spagat. Einerseits dürfen Filme nicht zu lang sein. Andererseits besteht das Publikum dieser Rückblenden fast ausschließlich aus Einheimischen, und die möchten Erlebnisse und bekannte Gesichter in der Regel nicht nur oberflächlich wiedersehen – und dafür ist eben Zeit notwendig.

Wolfgang Glasner und der Club bewältigen diese Herausforderung auch in der 49. Rückblende. Die Abschnitte dauern bis zu 15 oder 20 Minuten, doch sind diese Zeiten mit den ansprechenden, klaren Bildern bestens ausgefüllt. Es ist dadurch interessant, Bilder von Erlebtem wiederzusehen und die Perspektive der Filmemacher mit der eigenen zu vergleichen. Auf diese Weise sind in der 49. Rückblende insbesondere Ereignisse im Zusammenhang mit dem Stadtjubiläum von 2012 verarbeitet: Das Bürgermahl, das von Ute Kirst initiierte Strolch-Konzert, der Tag der offenen Tür bei der Polizei, die Socken-Rallye, das Stadtfest und vieles mehr. Auch die Wiedereröffnung der Lauterbacher Eisbahn hat Eingang in die Rückblende gefunden. Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller dankte Wolfgang Glasner und dem Film- und Videoclub dafür, dass sie wieder einmal ein zeitgeschichtliches Dokument hergestellt hätten.

Lauterbach habe – unter anderem mit 180 Vereinen – eine Vielzahl gesellschaftlicher Gruppierungen. Viele von ihnen seien in der Rückblende abgebildet.

Wolfgang Glasner erklärte: "Ich freue mich, dass ich seit 50 Jahren dabei bin und das alles miterleben durfte." In den sechziger Jahren seien die Rückblenden mit Acht-Millimeter-Film und kleinen Kameras entstanden. Heute stehe dank der digitalen Kameras eine effektivere Technik zur Verfügung.

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