Die Warnlampen der Windenergieanlagen erleuchten den Nachthimmel im Blauen Eck. Hier ein Blick von Reichlos Richtung „Hallo“.
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Die Warnlampen der Windenergieanlagen erleuchten den Nachthimmel im Blauen Eck. Hier ein Blick von Reichlos Richtung „Hallo“.

Warnsignale nur bei Bedarf?

Windenergieanlagen im Blauen Eck: Gemeindepolitik fordert Ende des Dauer-Blinkens

  • Walter Kreuzer
    vonWalter Kreuzer
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Was das Thema Windkraft im Blauen Eck angeht, gehen die Meinungen in den fünf Fraktionen der Freiensteinauer Gemeindevertretung auseinander. In einem Punkt sind sich aber alle in dem Gremium einig: das Blinken der roten Warnleuchten an den Windenergieanlagen (WEA) wird als störend bis nervig empfunden. 

Freiensteinau - Ein Antrag der Freien Wähler wurde daher in der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl am 14. März einstimmig angenommen. In diesem wird der Gemeindevorstand aufgefordert, „mit den Betreibern der in unserem Gemeindegebiet stehenden Windenergieanlagen zu verhandeln, mit dem Ziel die WEA mit der ,Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK)’ zeitnah auszustatten und auf eigene Kosten umzurüsten.“

„Es geht technische Möglichkeiten, dass die Beleuchtung nur bei herannahenden Flugzeugen eingeschaltet wird“, argumentierte FW-Fraktionschef Kurt Decker. Er verwies auf die novellierte Verwaltungsvorschrift zur „Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen“: „Damit wurde eine weitere sichere, bewährte und kostengünstige Alternative zugelassen: die Nutzung von Transpondersignalen.“ Die Pflicht zur Nachrüstung einer BNK gelte für Neu- und Bestandsanlagen. Diese Geräte würden „das nächtliche Blinken gerade in unserer Region erheblich reduzieren und damit auch die negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Anwohner maßgeblich angenehmer gestalten“, heißt es in der Antragsbegründung. (Lesen Sie hier: Neues Gästehaus der Landesmusikakademie in Schlitz: Bauzeit und Finanzen liegen im Rahmen).  

Blaues Eck: Windenergieanlagen sollen Warnsignale nur bei Bedarf senden - Umrüstung nötig

Auf Nachfrage von Andre Heil (CDU) erläuterte Friedl Kopp (FW), dass die Umrüstung bis Ende 2022 erfolgt sein müsse. Die Kosten würden sich auf etwa 10.000 Euro pro Anlage belaufen.

„Wir hatten schon einmal einen ähnlichen Antrag als die Technik auf den Markt kam und auch bezahlbar war“, erinnerte Bürgermeister Sascha Spielberger (parteilos). „Die Betreiber sagten damals, sie würden nicht umrüsten, so lange es Kosten verursacht und es keine Verpflichtung gebe. Nun geht eine Tür auf. Daher ist es sinnvoll und richtig, die Gespräche wieder aufzunehmen.“ Über diese möchte Paul Heid (SPD) die Vertretung „zeitnah unterrichtet“ sehen.

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