Wie geht es mit dem Cura Sana Pflegeheim in Freiensteinau weiter?
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Wie geht es mit dem Cura Sana Pflegeheim in Freiensteinau weiter?

Einheitliche Lösung gesucht

Angebote, aber kein Zuschlag: Insolvenzverwalter Peter Theile zum Verfahren gegen Cura Sana

  • Walter Kreuzer
    vonWalter Kreuzer
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„Jede Menge Interessenten“, aber noch lange keine Entscheidung. Das ist der Stand der Dinge im vorläufigen Insolvenzverfahren gegen die Cura Sana Vogelsberg gGmbh, wie ihn der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Peter Theile auf Anfrage beschreibt.

Freiensteinau - Als Ende Januar die Cura Sana Gruppe, zu der etwa ein Dutzend Tochtergesellschaften zählen, fast geschlossen Insolvenz anmeldete, stellte sich auch die Frage, wie es mit dem Cura Sana Pflegeheim in Freiensteinau weitergeht. Damals teilte eine Sprecherin der Hildesheimer WI Hausverwaltung - sie vertritt die Interessen der Eigentümer der Immobilie in der Freiensteinauer Ahlstraße - mit, dass sie mit der Firma Menetatis bereits Pachtverträge geschlossen habe und das Pflegeheim gerne bereits im März übernehmen wolle.

Damals wie heute fehlt die nötige Zustimmung durch Theile. Dieser gibt sich diese Woche zurückhaltend: „Wir haben jede Menge Interessenten - sowohl für die ganze Gruppe als auch für einzelne Häuser. Ein Zuschlag kann so oder so erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfolgen. Das wird voraussichtlich Anfang April der Fall sein. So lange versuchten wir, eine einheitliche Lösung zu finden.“ An dem Zeitpunkt, wann ein Zuschlag erteilt wird, hängt unter anderem auch die Frage, wer für die aufgelaufenen Schulden des insolventen Unternehmens haftet.

Freiensteinau: Insolvenzverwalter Peter Theile zum Verfahren gegen Cura Sana

Der Limburger Rechtsanwalt hat derzeit „mehr als eine Handvoll indikativer Angebote“ vorliegen. Darunter sind unverbindliche, erste Angebote zu verstehen. Theile: „Jetzt werden wir in die Tiefe verhandeln. Auch die Gläubiger werden wir einbeziehen. Die Eigentümer sind Herr des Objektes - sie sind aber nur ein Gläubiger.“ Zudem stehe jetzt die Bildung eines Gläubigerausschusses an. „Auch der kann im Verfahren seine eigenen Ideen entwickeln“, hebt Theile hervor.

Eine Anfrage an die WI Hausverwaltung in dieser Woche blieb unbeantwortet.

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