So sah der letzte Rathaussturm des Karnevalvereins Kikiriki in Freiensteinau aus. Auch 2021 wird es einen geben – aber mit Abstand.
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So sah der letzte Rathaussturm des Karnevalvereins Kikiriki in Freiensteinau aus. Auch 2021 wird es einen geben – aber mit Abstand.

Narren trotzen Corona

Faschings-Kampagne in Freiensteinau wird stattfinden, allerdings in anderer Form

So ganz auf den Frohsinn wird der Karnevalverein „Kikiriki“ Freiensteinau in der kommenden Faschings-Kampagne trotz Corona nicht verzichten. 

Freiensteinau - „Wir haben die Entscheidung lange vor uns her geschoben, doch wenn man objektiv ist, wusste man die Antwort schon seit geraumer Zeit. Der Fasching, wie er immer gefeiert wurde, kann in dieser Kampagne nicht wie üblich stattfinden“, erklärt „Kikiriki“-Vorsitzender Carsten Hofmann. Die Verantwortung für Gäste, Unterstützer, Freunde, Tollitäten, Zugführer, Elferräte, Garden, Helfer und auch für die Vereinsmitglieder könne niemand übernehmen, so der „Obergockel“.

Fasching lebe nunmal vom Miteinander, vom gemeinsamen Lachen, Singen, Tanzen, von Büttenreden, Tanzbeiträgen und Geselligkeit. Die Planungen wären unter normalen Umständen voll im Gange. Die Räumlichkeiten wären gemietet, die Musik bestellt und die Tänzer mitten in den Vorbereitungen. „Vor allem unsere großen und kleinen Garden. Hier schmerzt es am meisten, wenn sich nicht zum Üben getroffen wird, um dann später das Einstudierte unter tosendem Applaus zu präsentieren“, meint Hofmann.

Trotz Corona: Narren in Freiensteinau wollen nicht auf Faschings-Kampagne verzichten.

Daher: „Wir sagen die Kampagne bewusst nicht ab!“ In dieser Session müssten die Großveranstaltungen leider ausfallen. „Jedoch ist der Narr ein Optimist. Wir schauen nach vorne.“ So würden Ideen gesammelt, um doch noch einiges auf die Beine zu stellen. Wie der Lauterbacher Anzeiger jüngst berichtete, trafen sich unlängst die Narren der Fastnachtsvereine aus dem Altkreis Lauterbach, um über die Möglichkeiten zu beraten. Unter ihnen auch Carsten Hofmann. „Der Start in die neue Faschingskampagne am 11.11. findet natürlich wie gewohnt statt. In dem Rahmen, wie es uns die Vorschriften und Vorgaben erlauben. Der Kontakt und die gegenseitige Unterstützung war noch nie so intensiv wie momentan“, erklärt Hofmann hierzu. So soll morgens die Kampagne gestartet werden, abends steht dann die Jahreshauptversammlung an. Beides im Bürgerhaus, um die Abstände zu wahren. Und auch am Rathaussturm soll festgehalten werden. „Am Faschingssonntag. Natürlich im Freien“, so Hofmann.

Für die Garden würden derzeit verschiedene Pläne erarbeitet. Kennenlerntage für die Kleinsten, „virtuelle“ Auftritte, die im Internet zu sehen sein sollen, Präsentationen. Ziel sei es, alle bei Laune zu halten. Außerdem sind zwei Abende mit Comedians angedacht. Damit das sonst so donnernde „Kikiriki“ bis zur nächsten Session nicht gänzlich verhallt. (tim)

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