Die drei Fraktionen in der neuen Freiensteinauer Gemeindevertretung sind sich einig - auch in Personalfragen. (Symbolfoto)
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Die drei Fraktionen in der neuen Freiensteinauer Gemeindevertretung sind sich einig - auch in Personalfragen. (Symbolfoto)

Übereinstimmung

Gemeinsamer Wahlvorschlag für alle Funktionen: Fraktionen in Freiensteinauer Gemeindevertretung sind sich einig

  • Walter Kreuzer
    vonWalter Kreuzer
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Die drei Fraktionen in der neuen Freiensteinauer Gemeindevertretung sind sich einig - auch in Personalfragen. Diese Übereinstimmung reicht so weit, dass die eine oder andere Entscheidung jedoch noch nicht kommuniziert wird.

Freiensteinau - Vergangene Woche kam es zu einem zweiten Treffen zwischen Vertretern aller drei Fraktionen, um „die konstituierende Sitzung vorzubereiten und zu einer konstruktiven, gemeinsamen Lösung für die Personalien zu kommen“, wie es Friedel Kopp auf Anfrage formuliert. Der Ehrenbürgermeister, der die Freien Wähler in der Sitzung vertrat, ergänzt: „Es wird einen gemeinsamen Wahlvorschlag für alle Funktionen geben.“

Wie diese jedoch besetzt werden, darüber schweigt Kopp. Dabei zeichnet sich ab, dass er selbst zumindest zwei Funktionen behalten wird. Das gilt für die Vertretung der Gemeinde im Zweckverband Abfallwirtschaft Vogelsberg (ZAV), dessen Vorstandschef Kopp lange war, und insbesondere für den Vorsitz in der Gemeindevertretung. Ohne dies direkt zu bestätigen, nennt Kopp diese Vermutung „kein Geheimnis“ und ein „Gebot der Fairness“. In der Praxis ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass der größten Fraktion der Vorsitz des Gremiums zusteht.

Freiensteinau: Gemeinsamer Wahlvorschlag für alle Funktionen - Gemeindevertretung ist sich einig

Die FW haben in Freiensteinau im Vogelsbergkreis mit neun Sitzen die absolute Mehrheit nur um wenige Stimmen verpasst. Zweitstärkste Kraft ist die erstmals angetretene GBE - kurz für Gemeinschaftsliste Blaues Eck. Auf deren Wahlvorschlag tummelten sich zahlreiche Kandidaten, die bislang schon im Gemeindeparlament gesessen haben. Dazu gehören die einstigen Fraktionschefs von CDU, Andre Heil, und UBL, Michael Muth, GBE-Spitzenkandidat Stefan Wies gehörte dem Bündnis für Freiensteinau an oder mit Reinhard Heineck war ein erfahrener Kommunalpolitiker bisher Mitglied der SPD-Fraktion. (Lesen Sie hier: Neue Räume für das MVZ wohl erst 2022: Neubau in Freiensteinau verzögert sich).

Ein gemeinsamer Vorschlag macht insbesondere für den Gemeindevorstand Sinn. Diesem gehören neben Bürgermeister Sascha Spielberger (parteilos) sieben ehrenamtliche Mitglieder an. Die FW schickt mit Christel Hensel und Gunther Greulich zwei bisherige Mitglieder wieder in das Gremium und zudem mit Katrin Eirich-Krieg eine neue Kandidatin.

Mit dem Ersten Beigeordneten Erich Koch (FW) und vermutlich auch Volker Karl (UBL) und Oswald Schieber (CDU), die ebenfalls auf keinem Wahlvorschlag standen, hören vermutlich drei Beigeordnete auf. Ob Lars Simpelkamp (bisher Bündnis für Freiensteinau, nun GBE) wieder in den Gemeindevorstand entsandt wird, ist offen.

Friedel Kopp: Es wird einen gemeinsamen Wahlvorschlag für alle Funktionen geben

„Die GBE muss sich noch für verschiedene Positionen festlegen“, sagt Kopp. Das bestätigt GBE-Spitzenkandidat Stefan Wies. Er verweist auf die Konstituierung der Fraktion, die für Freitag geplant sei - und lässt die Frage, ob er vielleicht in den Gemeindevorstand gehen möchte, unbeantwortet. Bei dem Treffen mit FW und SPD sei „viel Positives rumgekommen. Es war harmonisch und zielführend.“

Zu dem vereinbarten „Gesamtpaket“, auf das man sich laut Kopp „fair geeinigt“ habe, gehört, dass der Posten des Ersten Beigeordneten - und damit Stellvertreter des Bürgermeisters - an die GBE gehen wird.

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