Firma Goetel wirbt an der Straße in Ober-Moos mit einem Plakat.
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Die Firmen Goetel und TNG - hier ein Plakat von Goetel - werben in Freiensteinau mit schnellen Internetzugängen.

Vermarktung läuft

Glasfaserausbau in Freiensteinau: Die Unternehmen Goetel und TNG bemühen sich um Verträge im Blauen Eck

  • Walter Kreuzer
    vonWalter Kreuzer
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Goetel oder TNG, TNG oder Goetel – viele Freiensteinauer stehen vor der Frage, bei welchem Anbieter sie einen Vertrag für einen Glasfaseranschluss abschließen sollen.

Freiensteinau - In Sachen Glasfaserausbau bearbeiten gerade gleich zwei Unternehmen den Markt Freiensteinau im Vogelsberg. Goetel und TNG. Beide Firmen bemühen sich darum, Verträge über einen schnellen Breitbandanschluss abzuschließen. Während sie bei der angebotenen Technik – Glasfaser bis zu einem Kabelverzweiger im Ort (Vectoring) oder bis direkt ins Haus – unterschiedliche Konzepte fahren, sind sie, was den eigentlichen Ausbau betrifft, auf dem gleichen Stand: Kabel wurden bislang nicht verlegt.

Als Platzhirsch sieht sich offenbar die Firma Goetel. Sie hat im Dezember 2018 offiziell ihr Interesse an der Versorgung des Blauen Ecks angemeldet. „2019 ist nichts passiert. Mitte 2020 hieß es dann, dass im April 2021 das Vectoring laufen soll“, berichtet Bürgermeister Sascha Spielberger (parteilos). „Das wird offensichtlich nicht klappen. Es kam immer wieder zu anderen Problemen und Rückschlägen.“ (Lesen Sie hier: Glasfaseranschluss bis ins Haus - Anbieter TNG informiert Bürger in Schlitz)

Glasfaserausbau in Freiensteinau: Konkurrenten Goetel und TNG wollen Verträge abschließen

Inzwischen ist auch die Kieler Firma TNG dabei, in den Freiensteinauer Ortsteilen Verträge an den Mann und die Frau zu bringen. Der Erfolg ist dem Unternehmen groß genug, um in die konkrete Netzausbauplanung einzusteigen – und im Sommer soll gebaut werden.

Spielberger nimmt seinen Bürgern eine Sorge: „Bevor nicht die Leistung geliefert ist, muss niemand bezahlen, der einen Vertrag abschließt. Beide Firmen haben Regelungen, dass nicht doppelt bezahlt werden muss – zumindest bei einem Anbieterwechsel und Mitnahme der Telefonnummer.“

Freiensteinau: Die Firmen Goetel und TNG werben mit schnellen Internetzugängen

Der Bürgermeister befürchtet aber, dass nach jahrelangem Warten auf schnelle Leitungen nun doppelt ausgebaut wird: „Das halte ich für wahrscheinlich.“ Die Gemeinde selbst habe „da nur bedingten Einfluss drauf. Etwa, wenn die Kabel nur 30 Zentimeter in den Boden sollen, können wir mindestens 60 Zentimeter verlangen. Beide Firmen haben diese Chance. Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass zwei Glasfaserleitungen ins Haus kommen. Die Firma Goetel plant in einer zweiten Ausbaustufe Hausanschlüsse.“

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