Gut eine Million Euro soll der Kunstrasenplatz kosten. (Symbolfoto)
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Gut eine Million Euro soll der Kunstrasenplatz kosten. (Symbolfoto)

Investition: eine Million Euro

Neuer Kunstrasenplatz in Freiensteinau - Gemeinde sagt Unterstützung zu

Dem Bau eines zweiten Spielfeldes am Sportzentrum in Freiensteinau dürfte nichts mehr entgegenstehen. Bürgermeister Sascha Spielberger (parteilos) teilte während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung mit, dass das „Finanzierungskkonzept mehr als erfüllt ist“.

Freiensteinau - Das Vorhaben der SG Freiensteinau hat eine für den Verein noch nie dagewesene Dimension: Gut eine Million Euro soll der Kunstrasenplatz kosten. In einem Grundsatzbeschluss sowie in den Haushalten hat die Gemeinde im Vogelsbergkreis ihre Unterstützung zugesagt: 272.000 Euro Zuschuss gewährt die Kommune, ein Betrag hinter dem alle Fraktionen stehen. Eine weitere Viertelmillion wird als zinsloses Darlehen gewährt. Zusammen ergibt das etwa die Hälfte der veranschlagten Investitionssumme.

Das Spielfeld soll in unmittelbarer Nachbarschaft zum aktuellen Sportplatz zwischen diesem und dem Vereinsheim des Karnevalvereins gebaut werden. Wie der Bürgermeister in der Sitzung bekanntgab, ist der beantragte Landeszuschuss „mündlich bereits in Aussicht gestellt mit einer Summe von 200.000 Euro“. Dieser Betrag liege 15.000 Euro über dem, der im Finanzierungsplan vorgesehen sei. Einen weiteren „Überschuss“ in dieser Höhe ergeben sich aus weiteren zugesagten Zuschüssen.

Freiensteinau: Neuer Kunstrasenplatz - Gemeinde sagt Unterstützung zu

„Zusätzlich“, so Spielberger, „wurde ein Antrag bei der Regionalförderung gestellt, über den noch nicht entschieden wurde. Im Finanzierungsplan waren aus diesem Topf keine Mittel vorgesehen.“ Noch keine Entscheidung sei bezüglich der beantragten Bundesmittel gefallen. Diese wird für März erwartet. Durch das vom Verein „angestoßene Marketingkonzept und dem Spendenaufruf liegen bereits Zusagen oder Zahlungen in Höhe von 37.000 Euro vor“, ergänzte er. (Lesen Sie hier: Chance für den Schutz der Nacht: Sportvereine rüsten alte Flutlichtanlagen um - Beitrag zur Biodiversität).

„Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Finanzierungskonzept aus dem Grundsatzbeschluss mehr als erfüllt ist und das Projekt weitergeführt werden kann. Der Verein bereitet ein Interessenbekundungsverfahren und die Ausschreibung vor“, schloss Spielberger.

Sascha Spielberger: Landeszuschuss bereits in Aussicht gestellt mit einer Summe von 200.000 Euro

Die SG Freiensteinau ist nicht der einzige Sportverein in der Großgemeinde, der ein Vorhaben finanzieren will. Die KSG Radmühl will ihre Flutlichtanlage am Sportplatz erneuern, wofür 30.000 Euro veranschlagt sind. 3000 Euro schießt die Gemeinde zu dem Betrag bei. Der Verein, so der Bürgermeister, habe „verschiedene Förderungen bewilligt bekommen“. Diese würden aber teilweise erst zeitverzögert ausgezahlt.

Aus diesem Grund habe der Gemeindevorstand die Zwischenfinanzierung eines Betrages beschlossen, dessen Höhe zwischen 7000 und 13.000 Euro liege. Es gilt eine zeitliche Befristung „bis längstens 2022“. (kw)

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