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Für Frieden im Libanon und weltweit: Sternsinger machen aufmerksam

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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SCHLITZ - Die Sternsinger machen bei ihrer 62. Aktion Dreikönigssingen besonders auf Kinder mit Behinderung aufmerksam. In diesem Jahr steht das Land Libanon im Vordergrund. Das aktuelle Leitwort der Sternsingeraktion lautet in diesem Jahr: „FRIEDEN! – Im Libanon und weltweit!”.

Seit dem Start der Aktion 1959 haben die Sternsinger weit über eine Milliarde Euro gesammelt. Mehr als 73 100 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden unterstützt.

Die Spuren sind noch sichtbar

Im Libanon leben 18 verschiedene christliche und muslimische Religionsgemeinschaften. Das wird auch in der Hauptstadt Beirut sichtbar. So steht die Mohammed-al-Amin-Moschee im Stadtzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft zur maronitischen St.-Georgs-Kathedrale, der Hauptkirche des Erzbistums Beirut. Ob beim Metzger, Bäcker oder Frisör: Auf den Verkaufstresen und an den Wänden zahlreicher Geschäfte sieht man Heiligenstatuen, Krippendarstellungen oder Holzkreuze. Durch die Straßen schallt mittags das christliche Angelusgebet genauso wie der Gebetsruf des Muezzins. Zwischen 1975 und 1990 herrschte im Libanon ein Bürgerkrieg. Die Frontlinie ging damals mitten durch die Hauptstadt Beirut. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, 90 000 Menschen starben. Beirut wurde rasch wieder aufgebaut, doch die Spuren des Bürgerkriegs sind auch heute noch vielerorts sichtbar.

Frieden im Libanon sei noch immer zerbrechlich

Auch heute noch gehören patrouillierende Soldaten, Straßensperren und Panzer zum Alltag der Libanesen. Sie machen deutlich, wie zerbrechlich der Frieden im Libanon noch immer ist. Der Libanon teilt sich in vier Landschaftszonen, die parallel zur Küste verlaufen: den 225 Kilometer langen Küstenstreifen, das Libanon-Gebirge, die fruchtbare Bekaa-Ebene und das trockene Anti-Libanon-Gebirge an der syrischen Grenze. Wandern oder Skifahren in den Bergen, im Meer schwimmen und am Strand Fußball spielen – all das ist an einem Tag möglich.

Prekäre Bedingungen

Rund eine Million syrische Flüchtlinge leben offiziell im kleinen Nachbarland Libanon, etwa ein Drittel von ihnen in der Bekaa-Ebene. In den Flüchtlingslagern nahe der syrischen Grenze wohnen sie unter prekären Bedingungen, oft ohne Strom und fließendes Wasser. Libanesisches Arabisch ist die Muttersprache der meisten Libanesen. Minderheiten sprechen Armenisch, Kurdisch und Aramäisch. Von 1920 bis 1943 stand der Libanon unter französischem Völkerbundsmandat. Bis heute sprechen viele Libanesen Französisch; an zahlreichen Schulen ist es Unterrichtssprache.

Am gestrigen Freitag (3. Jan 2020) standen 21 Sternsinger der Pfarrei St. Peter und Paul Lauterbach/Schlitz, im Alter zwischen fünf und 16 Jahren, mit der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Maria Dehler-Porsche und den Betreuern Katrin Oestreich, Leonie Oestreich, Jan Czamara, Hedwig Gorus, sowie Ute und Werner Lotter im Mittelpunkt. Circa 100 Haushalte besuchte die Gruppe. Aufgesucht wurden einzelne Gemeindemitglieder und Institutionen wie das Seniorenzentrum Schlitzerland.

Besondere Freude

Auch das Büro von Bürgermeister Alexander Altstadt wurde nicht vergessen. Der leider weiterhin Erkrankte wurde von Stadtrat Willy Kreuzer vertreten. Überall wurden die Sternsinger freundlich empfangen, hereingelassen und mit einer Spende bedacht. Im Seniorenzentrum Schlitzerland freuten sich die Bewohner und Bewohnerinnen besonders. Sie hatten sich im großen Foyer versammelt. Es wurde gesungen, musiziert, die Geschichte von der Geburt des Jesuskindes vorgelesen.

Stärkung im Pfarrhaus

Im Namen der Pfarrgemeinde wünschten sie ein gutes neues Jahr, überbrachten die Botschaft des Kindes von Bethlehem und segneten die Wohnungen mit 20*C+M+B+20 (Christus segne diese Wohnung). Zum Abschluss dieses Tages wurde sich am Nachmittag im katholischen Pfarrhaus gestärkt. Die Damen in der Küche, unter anderen Claudia Michel, sorgten für das leibliche Wohl der Mädchen und Jungs. Gestärkt wurde sich mit Nudeln und Hackfleischsoße und einem leckeren Nachtisch. / sigi

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