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Fünf ehemalige Schüler im Austausch mit Abiturienten

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

ALSFELD - Sie bieten Orientierung im Dschungel von Studiums- und Ausbildungsangeboten: die Tage zur Berufs- und Studienorientierung, die die Albert-Schweitzer-Schule regelmäßig für die Schülerinnen und Schüler der Q-Phase veranstaltet.

Mit einer sehr interessanten und gewinnbringenden Gesprächsrunde ging diese Informationswoche am Freitag in der Aula des Oberstufenstandortes in der Krebsbach zu Ende. Eingeladen waren fünf ehemalige Schülerinnen und Schüler der beiden Gymnasien des Kreises, der Albert-Schweitzer-Schule und des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, um über ihre Erfahrungen seit ihrem Abitur zu berichten. Und es waren ganz unterschiedliche Werdegänge, die die jungen Leute ins Gespräch bringen konnten: Robert Frank-Riffer hat nach seinem Abitur eine Ausbildung zum Bankkaufmann begonnen.

Seine Perspektiven sind die Übernahme nach Abschluss der Ausbildung sowie bankinterne Studiengänge. Mel Zinngrebe hat nach dem Abitur zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Konzertorganisation der Schweriner Festspiele gemacht. Nun absolviert er ein Duales Studium im Dienstleitungsmanagement.

Jeweils drei Wochen lang ist er abwechselnd an der Universität und im Unternehmen. Sein Arbeitgeber ist die Deutsche Bahn.

Arleen Schüßler hat nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr ein Studium der Psychologie in Göttingen begonnen. Sie strebt den Master-Abschluss an. Benjamin Ehlert studiert Rechtswissenschaften an der European Business School in Wiesbaden.

Es handelt sich hier um eine private Universität, an der er 3000 Euro pro Trimester zahlt. Benjamin Ehlert studiert mit Hilfe eines Stipendiums, das ihm nach einem differenzierten Auswahlverfahren zuteilwird. Er möchte mit dem Staatsexamen abschließen. Sven Kremer schließlich studiert im 6. Semester Humanmedizin. Er hatte eine Abiturnote von 1,2 und strebt die Promotion an.

Schulleiterin Elisabeth Hillebrand freute sich sehr, nicht nur die auskunftsfreudigen Gäste auf dem Podium begrüßen zu können, sondern auch etwa 100 interessierte Gäste im Publikum, die viele Fragen an die Studenten und Auszubildenden hatten: Zugangsvoraussetzungen, Auswahlmöglichkeiten, Aufstiegschancen und Finanzierung spielten eine große Rolle. Besonders der letzte Aspekt war von großem Interesse, da alle fünf Diskutanten mit ganz unterschiedlichen finanziellen Mitteln auskommen müssen: Ausbildungsvergütung, Stipendium, BaFöG oder Finanzierung durch das Elternhaus. Elisabeth Hillebrand betonte, dass die Möglichkeit des BaFöG auch heute noch eine gute Möglichkeit ist, ein Studium finanziell abzusichern: niemand solle sich aus finanziellen Gründen scheuen, ein Studium anzufangen. Als Quintessenz gaben die ehemaligen Schüler den zukünftigen Abiturienten mit auf den Weg, dass sie nach der Schulzeit ein sehr viel selbstständigeres Arbeiten und ein erhebliches Plus an Arbeitsaufwand erwartet. Organisiert hatte diese, besonders für die Studenten und Auszubildenden in spe sehr interessante, Informationsveranstaltung sowie die ganze Woche zur Berufs- und Studienorientierung Oberstudienrat Heiko Reeg, dem Schulleiterin Elisabeth Hillebrand ganz besonders dankte.

Die Runde mit den Alumni fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt – Akzeptanz und Informationsgewinn sprechen dafür, diese Einrichtung zur Tradition werden zu lassen. pm

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