Der Buchsbaumzünsler ist nimmersatt und dazu noch giftig.
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Der Buchsbaumzünsler ist nimmersatt und dazu noch giftig.

Sichtung im Garten

Nimmersatt und giftig: Befällt der Buchsbaumzünsler das Schlitzerland?

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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In Süddeutschland ist er schon jetzt der Schrecken vieler Garteninhaber. Nun wurde er wohl auch im Schlitzerland gesichtet: der Buchsbaumzünsler.

  • Garten-Liebhaber aufgepasst: Der größte Feind des Buchsbaums ist auf dem Vormarsch.
  • In Süddeutschland ist er jetzt schon der Schrecken in vielen Gärten.
  • Nun ist er wohl auch in Schlitz gesichtet worden.

Schlitz - Ein Leser des Schlitzer Boten hat nach eigenen Angaben den eher unscheinbaren Schmetterling in seinem Garten entdeckt und ist deswegen beunruhigt. Sorgen macht er sich aber weniger wegen des Falters, sondern seiner Nachkommenschaft. Denn diese macht sich, wie der Namen schon sagt, bevorzugt über Buchsbäume her.

Elisabeth Hillebrand von den Gartenfreunden Schlitzerland ist über ein Auftauchen des Schmetterlings im Schlitzerland noch nichts bekannt. „Da sind wir aber auch froh drüber.“ Hillebrand weiß von Besuchern aus Süddeutschland zu berichten, die sich über die große Anzahl von Buchsbaumgehölzen im Schlitzerland wundern. Diese wurden nämlich vom Buchsbaumzünsler zum Beispiel in Baden-Württemberg sehr kurz gehalten, so dass mancher Gärtner auf andere Ziergehölze umgestiegen ist.

Buchsbaumzünsler: Der größte Feind des Buchsbaumes

Mit ihrem großen Appetit machen die Raupen mit den Pflanzen kurzen Prozess. Die Schmetterlinge können pro Saison bis zu drei Generationen generieren und haben entsprechend auch einen recht hohen Nahrungsbedarf. Susanne Jost von der Unteren Naturschutzbehörde weiß, dass der Buchsbaumzünsler schon vor längerer Zeit den Weg in den Vogelsberg gefunden hat.

In der Schweiz und in Österreich sei der Buchsbaumzünsler schon recht weit verbreitet und mache dementsprechend große Probleme. Eigentlich stammt er aus Asien, und da er das in den Blättern des Buchsbaumes enthaltene Gift in sich aufnimmt, ist er für mögliche Fressfeinde eher uninteressant.

Jost empfiehlt, die schwarz-gelb-grünen Raupen aus dem befallenen Busch abzusammeln und dann ganz konventionell im Hausmüll zu entsorgen. Von Gift rät sie ab, denn dies treffe auch andere Raupen.

Eine andere gefährliche Raupe, die in Osthessen gefürchtet ist: Fulda kämpft gegen den Eichenprozessionsspinner. Selbst sollte der Eichenprozessionsspinner nicht bekämpft werden, raten Experten. Der Bergwinkel bekämpft den Eichenprozessionsspinner per Sauger. Lesen Sie außerdem: Mittlerer Weinschwärmer in Schlitzer Garten unterwegs.

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