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Gemeinsam aktiv für die Umwelt

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Region - tegut...-Lernende und Bewohner des Richthofs räumten auf beim „Sauberhaften Geschäftstag".

Der „Sauberhafte Geschäftstag" wird von der hessischen Landesregierung veranstaltet und ist Teil einer landesweiten Umweltkampagne. Eine ganz besondere Gruppe unter den beteiligten Unternehmensteams war hierbei in Schlitz aktiv. Lernende der tegut...-Zentrale und Menschen mit Beeinträchtigung aus der Lebensgemeinschaft Sassen machten sich gemeinsam auf den Weg durch die Burgenstadt um achtlos weggeworfene Abfälle wegzuräumen. Dabei bildeten die Lernenden und Bewohner der Lebensgemeinschaft jeweils Partnerschaften und zogen in Kleingruppen vom tegut...-Markt aus sternenförmig los, um alles einzusammeln, was Ihnen auf den Wegen an Unrat in die Augen fiel. Die Ausbeute war beeindruckend. Scherben, Zigarettenschachteln, Plastikverpackungen und Stoffreste aber auch so exotische Dinge wie ein Toaster, Batterien oder ein weggeworfener Strohhut wurden beim Gang durch die Straßen vorgefunden. In den Büschen der Parks wurden Dutzende von leeren Flaschen gefunden und selbst aus dem Brunnen am Marktplatz wurde eine Whiskeyflasche mit Gläsern herausgefischt. Dem Müllsammeln war eine Phase des Kennenlernens vorgeschaltet. In mehreren von dem Therapeutenehepaar Norbert und Daria Löwenguth betreuten Teambildungsübungen machten sich die Lernenden und die Bewohner des Richthofs schnell miteinander vertraut. Die zu meisternden Gemeinschaftsaufgaben sorgten dafür, dass die anfänglichen Berührungsunsicherheiten schnell abgebaut waren und ein Klima des Miteinanders und gegenseitigen Zutrauens sich entwickelte.

Koordiniert wurde die Umweltaktion von Rainer Würz aus dem tegut...-Ressort Qualität und Umwelt, der mit einigen bemerkenswerten Fakten über die zunehmende Problematik des Littering sowie einigen Verhaltenshinweisen den Startschuss zur Müllsammelaktion gab. „Gerne haben wir den „Sauberhaften Geschäftstag" genutzt, um daraus ein Ausbildungsprojekt zu initiieren", sagte tegut...-Ausbildungsreferent Bernhard Vey. Gleich in zweierlei Hinsicht habe die Aktion eine persönliche Weiterentwicklung für den tegut...-Nachwuchs dargestellt. Es seien zum einen viele soziale Fähigkeiten und zum anderen das verantwortungsvolle Umweltbewusstsein gefördert worden. Auch Daria Löwenguth war angetan von dieser besonderen Inklusionsveranstaltung und zog ein positives Fazit: „Die Bewohner haben eine für sie neue Aufgabenstellung gemeistert und einen sichtbaren, wertvollen Beitrag für andere geleistet. Dies hat in erheblichem Maße Selbstwertgefühl und Lebensfreude gestärkt" Auch den Beteiligten selbst hat die Gemeinschaftsaktion sichtlich Freude bereitet. Valerie v. Boeselager vom Richthof sagte beim Rückblick: „Es hat Freude gemacht , es ist ein schönes Gefühl, etwas so Sinnvolles getan zu haben." Und Tobias Tobias Jung, tegut...-Lernender im 1.Ausbildungsjahr ergänzte: „ Besonders gefreut haben mich dabei die Gespräche und die positive Resonanz einiger Passanten." / Rsb

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