Die Zufahrt zum Hoherodskopf war zu diesem Zeitpunkt für Wintersportler gesperrt.
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Die Zufahrt zum Hoherodskopf ist gesperrt.

50-Meter-Spuren

Zufahrt zum Hoherodskopf bleibt gesperrt - „Polizei zeigte sich besorgt“

Unbekannte haben mit ihren Fahrzeugen einen besäten Acker in der Nähe des Hoherodskopfs zerstört. Die Zufahrt zum Gipfel war zu diesem Zeitpunkt für Wintersportler gesperrt. Die Sperrung wird bis zum 12. Januar verlängert.

Update vom 7. Januar, 16.12 Uhr: Die Zufahrtsstraßen zum Hoherodskopf und zur Herchenhainer Höhe bleiben weiterhin von 9 bis 16 Uhr gesperrt, teilt Landrat Manfred Görig nach einem Abstimmungsgespräch der Kreisbehörde mit der Polizei sowie den Kommunen Schotten, Ulrichstein und Grebenhain am Donnerstag mit.

Am vergangenen Wochenende habe das hohe Besucheraufkommen in den Höhenlagen und den umliegenden Kommunen zu teils chaotischen Verkehrs- und Parksituationen geführt. „Die Polizei zeigte sich besorgt, da die Zufahrtsstraßen völlig überfüllt und selbst Rettungswege zugeparkt waren“, schildert Landrat Manfred Görig. „Zudem wurden die Corona-Regelungen nicht eingehalten“, ergänzt Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak.

Vogelsberg: Hoherodskopf bleibt für Wintersportler weiterhin gesperrt

Da an diesem Wochenende erneut mit einem erheblichen Ansturm von Wintersportlern und Wanderern aus ganz Hessen gerechnet werde, müsse die Zufahrtsbeschränkungen grundsätzlich weiterhin bestehen bleiben, so der Landrat. Wegen der leichten Entspannung kann die Sperrung weiterhin auf die Zeit zwischen 9 und 16 Uhr beschränkt bleiben.

Die Zufahrt zum Hoherodskopf für Anlieger sei dauerhaft möglich. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 12. Januar. Danach werde die Lage neu beurteilt.

Mit der angeordneten Sperrung der Zufahrtswege bittet Landrat Manfred Görig die drei Kommunen Schotten, Ulrichstein und Grebenhain um Amtshilfe bei der Bepostung der jeweiligen Sperrstellen. Der Amtshilfe kommen Schotten und Grebenhain nach und werden die vier Sperrstellen mit jeweils eigenem Personal am Samstag und Sonntag besetzen. Die Polizei habe angekündigt, am Wochenende verstärkt Streife zu fahren und die Ordnungsämter damit zu unterstützen.

Erstmeldung vom 4. Januar: Schotten - Am Rande des Ackerlandes in Schotten wurden am 1. Januar mehrere Reifenspuren im Schnee entdeckt, berichtet die Polizei. Der Acker befindet sich laut den Beamten im Bereich der K103 zwischen Michelbach und Breungeshain.

Durch Unbekannte, welche dort zuvor ihre Fahrzeuge parkten, sei das besäte Ackerland auf einer Länge von etwa 50 Metern und einer Breite von stellenweise bis zu drei Metern beschädigt worden. „Der Boden war unter dem Schnee so weich, dass dieser nachgab“, schreiben die Polizisten in ihrer Mitteilung.

Hoherodskopf für Wintersportler gesperrt: Autofahrer zerstören Acker

Die Verursacher fuhren mit ihren Autos auf dem land- und forstwirtschaftlichen Weg, der parallel zur K103 verläuft, und parkten die Fahrzeuge anschließend wild auf dem Acker. Der Hoherodskopf war bereits zu dieser Zeit für Wintersportler gesperrt. Die Sperrungen werden vorerst bis zum 8. Januar bestehen bleiben, teilte der Vogelsbergkreis am Montag mit. In diesem Zusammenhang meldete sich auch der Bürgermeister der Gemeinde Grebenhain, Sebastian Stang, zu Wort und appellierte an die Bürger zu Hause zu bleiben. Außerdem sprach er von einem nie dagewesenen Besucheraufkommen in der Region. Das hatte es auch auf der Wasserkuppe gegeben und dort für ein Verkehrschaos gesorgt.

Wer Hinweise zu den Verursachern geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Lauterbach unter (06641) 9710 zu melden. (lio)

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