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Jede Möglichkeit im Kampf gegen Blutkrebs ausschöpfen

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

lauterbach - Mit einem Appell an die Bevölkerung, an der Typisierungsaktion am kommenden Sonntag, 6. April, von 11 bis 16 Uhr im Medizinischen Zentrum Eichhof teilzunehmen, setzen sich die Schirmherren, Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller und sein Schlitzer Amtskollege Hans-Jürgen Schäfer, für die an Blutkrebs erkrankte Sabine Trabandt ein.

"Es ist einfach wichtig, dass wir mit vereinten Kräften auf das Thema Blutkrebs aufmerksam machen und diese Aktion auch dazu nutzen, die Bevölkerung zu sensibilisieren und zu motivieren, sich typisieren zu lassen", sagt Rathauschef Vollmöller. Er selbst hat sich schon vor Jahren bei einer ähnlichen Aktion testen lassen und kam vor einiger Zeit sogar als Spender für einen Betroffenen infrage, ehe ein anderer sogenannter "genetischer Zwilling" gefunden wurde, der noch besser passte. "Wir müssen mehr Menschen aktivieren, sich im Kampf gegen Leukämie als Stammzellspender oder in Form von finanzieller Unterstützung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) einzubringen." Ähnlich sieht das auch der Schlitzer Bürgermeister und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Heilanstalt für Kranke in Lauterbach, Hans-Jürgen Schäfer. "Für mich war es ebenso wie für meinen Amtskollegen aus Lauterbach überhaupt keine Frage, die Schirmherrschaft für die Typisierungsaktion für Sabine Trabandt zu übernehmen. Wir müssen jede Chance nutzen und dazu gehört vor allem, umfassend über das Thema zu informieren und aufzuklären. Wer sich als Knochenmarkspender zur Verfügung stellt, kann Leben retten", appelliert Schäfer an die Menschen in der Region. Die Bereitschaft in der Bevölkerung scheint weiter zu wachsen. Etwa 15.000 EUR bei gut 200 Einzahlungen wurden bereits an die DKMS überwiesen. "Wir sind da noch nicht am Ende, einige Spenden wurden uns noch avisiert", zieht die Pressereferentin Marika Heiß eine vorsichtige Zwischenbilanz. Eine beispiellose Unterstützungsaktion für Sabine Trabandt hat in den letzten Wochen Fahrt aufgenommen und alle Beteiligten hoffen auf eine riesige Resonanz für die Typisierung selbst. Das Krankenhaus Eichhof in Lauterbach jedenfalls ist auf den Ansturm vorbereitet. "Gut 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Haus haben sich freiwillig gemeldet, um die Aktion personell abzudecken", erklärt Pflegedienstleitung Ingeborg Schaub-Eiffert und fügt hinzu: "Auch unser Küchenpersonal, das sich um die Verpflegung von Spendern und Helfern kümmern wird, arbeitet schon jetzt auf Hochtouren." "Natürlich hoffen wir, dass mit der Typisierungsaktion hier am Eichhof ein passender Spender für Sabine Trabandt gefunden werden kann. Doch möglicherweise finden sich unter den Teilnehmern noch weitere genetische Zwillinge, die anderen Betroffenen das Leben retten können", macht sich der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Psychiatrie, Dr. Dr. Christoph Herda stark dafür, dass sich möglichst viele Menschen am Sonntag auf den Weg nach Lauterbach machen. Laut DKMS dauere die Auswertung durchschnittlich etwa 3 bis 4 Wochen, ehe alle Daten vorlägen und die potenziellen Spender in eine weltweit zugängliche Datei eingepflegt seien. "Dies hängt jedoch stark von der Anzahl aller Aktionen bundesweit ab", erklärt Christian Wehrheid von der DKMS in Köln. Sabine Trabandt wird am Sonntag nicht in Lauterbach sein. Sie befindet sich derzeit in einer Klinik und muss sich einer weiteren Chemotherapie unterziehen. Aber sie hofft darauf, dass ihr genetischer Zwilling endlich gefunden werden kann. Typisierungsaktion für Sabine Trabandt: Sonntag, 6. April von 11 bis 16 Uhr Medizinisches Zentrum Eichhof Eichhofstraße 1 36341 Lauterbach

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