Archivfoto: Walter Kreuzer

Keine Förderung für Sanierung in Sicht: Bürgermeister Schäfer beantwortete Fragen zum Schlitzer Freibad

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Die Zukunft des Schlitzer Freibades bereitet den Stadtverordneten seit Jahren große Sorgen. Nun hatte Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer (CDU) in seinen Antworten auf Anfragen von SPD und FDP eine schlechte und mehrere positive Neuigkeiten und Informationen.

Von unserem Redaktionsmitglied Walter Kreuzer

Keine gute Nachricht konnte Schäfer auf die Frage der SPD verkünden, welche Ergebnisse die Bemühungen um alternative Zuschussmöglichkeiten für die Freibadsanierung ergeben hätten. Alternativ deshalb, weil die Stadt sich schon im vergangenen Herbst um eine Zuwendung aus einem Bundesprogramm bemüht hatte. Während die Stadt Lauterbach daraus zwei Millionen Euro für die Sanierung der Spieß-Halle erhielt, ging Schlitz leer aus. Ähnlich verhält es sich mit aktuellen Förderprogrammen der Europäischen Gemeinschaft. Über das Europabüro der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main ließ die Stadt eine Fördermittelrecherche vornehmen. Schäfer: „Am 9. September hat uns das Europabüro mitgeteilt, dass sie leider für unser Vorhaben keine aktuell passende Förderoption aus europäischen Fonds gefunden haben.“ Es sei auf zinsgünstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verwiesen worden. Aktuell, so der Rathauschef, seien diese aber nicht wirklich günstig. Die FDP wollte wissen, wieviele der aufgrund eines einstimmig verabschiedeten SPD-Antrags eingeführten Feierabendtickets verkauft wurden. Seit der Einführung am 25. Juli waren es 454 Stück, die meisten davon in der „Verlängerungswoche“ der Badesaison ab 12. September.

Die Beach-Party am 12. August „wurde von der Bevölkerung nicht angenommen. Es wurden 22 Eintrittskarten verkauft.“ Den Einnahmen von 110 Euro stünden Ausgaben von 4200 Euro entgegen. Als Gründe führte Schäfer die schlechte Witterung an dem Tag und die Entscheidung, aus Sicherheitsgründen keinen Alkohol auszuschenken, an. Letzteres sei entsprechenden Äußerungen von Jugendlichen zu entnehmen gewesen. Zwei andere Neuerungen waren dagegen erfolgreich und sollen auch 2017 stattfinden. Zwar konnte der Bürgermeister nicht sagen, wie viele Eintrittskarten für das Schwimmbad zusätzlich für die Aqua-Fitness-Angebote zwischen dem 3. August und dem 7. September verkauft wurden. Die wöchentlichen Trainingsstunden unter der Leitung von Jan Bogachev aus Lauterbach seien „auch bei teilweise sehr schlechtem Wetter mit 16 Grad Außentemperatur gut besucht“ gewesen. Insgesamt wurden 220 Teilnehmer gezählt. Bei herrlichem Wetter sei die Pool-Party am 26. August mit 1800 Besuchern ein voller Erfolg gewesen. Das Event mit der H2O Fun Agentur solle wiederholt werden. Insgesamt sei die Saison mit 41.210 Besuchern die drittbeste in den vergangenen zehn Jahren gewesen. Davon seien allein in der zusätzlichen Woche 4100 Besucher gezählt worden. Die 7800 Besucher im September seien ein Rekord für diesen Monat gewesen und mit 16.250 Besuchern seien 40 Prozent des Zuspruchs in der Zeit nach den Sommerferien zu verzeichnen gewesen.

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