Kinder im Kreisjugendheim. / Archivfoto: Hans Masuck

21 Kinder aus Nowy-Dwor kommen: Nur noch drei Monate bis zur Erholungsfreizeit

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Vom 19. Juni bis 9. Juli 2016 erwartet die Initiativgruppe „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ wieder 21 Kinder und drei Betreuer sowie eine Dolmetscherin aus dem weißrussischem Nowy-Dwor.

Oft wird die Frage gestellt, ob diese Maßnahmen noch nötig sind. „Auf jeden Fall“, sagt die Verantwortlichen der Initiativgruppe. Die größte Nuklearkatastrophe in der Geschichte der Menschheit hat ungeheures Leid in die Region gebracht. Die Folgen des Reaktorunfalles werden noch jahrzehntelang gesundheitliche Auswirkungen verursachen und sind allgegenwärtig. Am anfälligsten sind natürlich die Kinder. Ein Aufenthalt in Deutschland mit gesunder und abwechslungsreicher Kost kann für sie besonders förderlich sein.

Zwei Wochen werden die Kinder ab Mitte Juni in Landenhausen im Kreisjugendheim betreut und anschließend wird wieder eine achttägige Phase in Gastfamilien stattfinden. Die Vorbereitungen für ein reichhaltiges Programm laufen bereits. Dazu gehören Ausflüge nach Frankfurt, Fulda und in die nähere Umgebung von Rhön und Vogelsberg. In der Vergangenheit wurden die Gruppenmitglieder tatkräftig von Vereinen aus der Region unterstützt, die Initiativgruppe würde sich über ein ähnliches Engagement in diesem Jahr natürlich sehr freuen.

Schon über 400 Kinder waren zu Gast

Bisher waren über 400 Kinder zu Gast. Deren Erlebnisse sind bei den Gegenbesuchen im Herbst immer wieder Gesprächsthemen. Viele positive Erinnerungen haben die Kinder an die Aufenthalte in den deutschen Gastfamilien. Von den Gastfamilien gemachte Fotos sind kleine Schätze und werden dort immer wieder gezeigt. Auch dieses Mal wird den Familien aus der Region die Möglichkeit geboten, zwei Kinder für die Zeit vom 1. Juli bis 9. Juli 2016 bei sich aufzunehmen.

Die Kinder verstehen in der Regel ein wenig die deutsche Sprache und sind im Alter von 10 bis 12 Jahren. Die Familien werden in dieser Zeit durch die Mitglieder der Initiativgruppe sowie durch eine professionelle Dolmetscherin betreut. Für viele deutsche Familien ist so in der Vergangenheit ein freundschaftlicher Kontakt nach Nowy-Dwor entstanden. Interessierte Gastfamilien wenden sich bitte an bekannte Gruppenmitglieder oder an Hans Masuck aus Schlitz-Sandlofs unter der Telefonnummer 0173-5272268 oder per E-Mail an:hans.masuck@t-online.de.

Ein solches Vorhaben hat natürlich seinen Preis und wer das Ganze finanziell unterstützen möchte, kann das gerne durch eine Einzahlung auf folgende Konten tun: Sparkasse Oberhessen/IBAN: DE87 5185 0079 0370 2100 63/BIC: HELADEF1FRI oder Volksbank Lauterbach-Schlitz/IBAN: DE85 5199 0000 0010 6674 02/BIC: GENODE1LB1. Die Initiativgruppe „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ bedankt sich im voraus schon einmal recht herzlich für Hilfe jeglicher Art. / hm

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