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Klärschlammentsorgung: Schlitz geht neue Wege

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hutzdorf - Die Stadt Schlitz geht bei der Klärschlammentsorgung neue Wege und strebt damit eine Vorreiterrolle in Hessen an.

Mit dem aus Sicht der Stadt durchaus realistischen Ziel, die gesamte Abwasserentsorgung im Schlitzerland künftig CO2-neutral und damit absolut klimafreundlich machen zu können, werden auf dem Klärwerk in Hutzdorf zusätzlich noch Fremdschlämme aus anderen Kommunen und verschiedene organische Abfälle von Gewerbe- und Industriebetrieben behandelt und vor allem energetisch, zu regenerativer Strom- und Wärmeenergie verwertet.

Zu den Partnern dieser gemeinsamen Klärschlammkooperation gehören neben der Marktgemeinde Niederaula, der Marktgemeinde Burghaun und dem Zweckverband Gruppenklärwerk Bad Salzschlirf-Wartenberg zwischenzeitlich auch der Zweckverband Gruppenklärwerk Hosenfeld-Großenlüder, die Gemeinde Schwalmtal und die Gemeinde Feldatal.

In der Summe aller kommunalen und gewerblichen Klärschlämme wird der Schwellenwert von 50.000 Einwohnerwerten mittlerweile deutlich überschritten, so dass die Stadt Schlitz von der gesetzlichen Pflicht zur Phosphor-Rückgewinnung betroffen ist.

Die Ausweitung der interkommunalen Zusammenarbeit sieht Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer aber keinesfalls als nachteilig für seine Stadt. Denn bei seinen Überlegungen zur Errichtung einer eigenen Anlage für eine Phosphor-Rückgewinnung ständen auch noch ganz andere, neue Herausforderungen im Fokus.

Wer sich im vergangenen Jahr mit dem Thema Klärschlammentsorgung ein wenig beschäftigt habe, der musste mit Erschrecken feststellen, welche Ausmaße die Kostensteigerungen von Monat zu Monat genommen hätten, so Schäfer. „Wir haben heute einen Marktpreis, der beim Drei- bis Vierfachen dessen liegt, was für die Entsorgung einer Tonne Klärschlamm noch vor den grundlegenden Gesetzesänderungen gezahlt werden musste“, führt der Verwaltungschef weiter aus. Insofern möchte sich die Stadt Schlitz mit einer eigenen Anlage zur Gewinnung eines Phosphor-Düngers auch gleichzeitig frei machen von einer voraussichtlich weiterhin kostenintensiven Klärschlammentsorgung auf dem freien Markt. Mehr dazu lesen sie in der morgigen Ausgabe des Schlitzer Boten.

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