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Das Atlantic String Duo spielt am 23. Mai mit Nami Ejiri in der Landesmusikakademie auf.

Nach langer Pause

Landesmusikakademie in Schlitz bereitet erstes Konzert in der Region nach dem Corona-Lockdown vor

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Das kulturelle Leben in Schlitz kommt wieder in Schwung. Auch die Landesmusikakademie Hessen bereitet gerade die Öffnung ihres Gästehauses vor und das wohl erste Konzert in der Region.

Schlitz - Absagen und Stornierungen waren in den vergangenen Wochen Alltag. Jetzt ein Lichtblick: am Samstag, 23. Mai, spielen das Atlantic String Duo gemeinsam mit Nami Ejiri in der Landesmusikakademie auf.

Dieses Trio, bestehend aus zwei Streicherinnen, der US-Amerikanerin Rachelle Hunt und der Bayerin Stefanie Pfaffenzeller sowie der japanischen Pianistin Nami Ejiri wird dort ab 19 Uhr etwa eine Stunde lang musizieren. Zu hören bekommen die Besucher Werke von Händel, Mozart, Schostakowitsch und der selten gespielten Britin Rebecca Clarke.

Abstandsregeln müssen auch im Konzertsaal eingehalten werden

Das Konzert soll unter strengen Hygienerichtlinien durchgeführt werden, unter anderem deswegen, erläutert Mirjam Fuhrmann von der Landesmusikakademie, sei ein Konzert mit Gesang oder mit Bläsern nicht möglich. Es gibt auch nur 40 Plätze für das Konzert, so dass die Abstandsregeln im Konzertsaal bestens eingehalten werden können.

Karten gibt es ausschließlich an der Rezeption der Landesmusikakademie montags bis mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr. Beim Kartenkauf müssen alle Besucher ihren Namen, Anschrift und Telefonnummer angeben. Mundschutz ist während des Konzertbesuches Pflicht.

Der Hausmeister Hussam Haj Sulaimanwar hatte dieser Tage viel zu tun.

Aber nicht nur das heimische Kulturpublikum kann aufatmen, auch der Betrieb im Gästehaus könnte demnächst problemlos starten. Noch werden die letzten Wände gestrichen, aber das Hygienekonzept steht.

Gästehaus für Wiederaufnahme des Betriebs bestens gerüstet

Es wurde für die gesamte Landesmusikakademie Hessen erstellt und ist beim Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises eingereicht. So werden zum Beispiel nur Einzelzimmer vergeben. Und die Zahl der Besucher ist für jeden Übungsraum strikt festgelegt.

Wirtschaftlich wird es für die Öffnung des Gästehauses Zeit. Nach Angaben des Direktors der Landesmusikakademie Lothar R. Behounek muss die Einrichtung als gemeinnützige GmbH rund 60 Prozent ihrer Kosten selbst erwirtschaften. Seit Beginn des Shutdowns mussten gut 8500 Besuchertage abgesagt werden.

Jetzt freut man sich in der Hallenburg auf neuen Publikumsverkehr. Denn mit den Renovierungsarbeiten im Gästehaus, die nach Behouneks Angaben auch dringend notwendig gewesen seien, und den Umstrukturierungen in der Verwaltung, fühlt man sich dort für die Wiederaufnahme des Betriebs bestens gerüstet.

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