Von links: Natalie Gniß, bei der LMAH unter anderem für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, Rüdiger Muth vom BVMW, LMAH-Direktor Lothar R. Behounek, LMAH-Fördervereins-Vorsitzender Hans-Jürgen Schäfer und LMR-Geschäftsführerin Ursula Komma. Foto: Martin G. Günkel

Landesmusikakademie zieht positive Bilanz

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Hinter der Landesmusikakademie Hessen Schloss Hallenburg (LMAH) in Schlitz liegt das zehnte Jahr ihres Bestehens. Geschäftsführender Direktor Lothar R. Behounek zog in einer Pressekonferenz eine positive Bilanz des vergangenen Jahres und kündigte ein umfangreiches Programm für 2014 an. Während der letzten zehn Jahre habe die Akademie "erfolgreiche Netzwerke spannen können – in Hessen, national und international".

Auch der Vorsitzende der Freunde und Förderer der Landesmusikakademie, Hans-Jürgen Schäfer, die Geschäftsführerin des hessischen Landesmusikrates (LMR), Ursula Komma, und der Landes-Geschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Rüdiger Muth, äußerten sich positiv über die Entwicklung der Akademie.

Behounek erklärte, die Landesmusikakademie werde "ganz hervorragend angenommen". Nach rund 19.800 Besuchertagen im Jahr 2012 seien es im vergangenen Jahr rund 23.800 gewesen. Hans-Jürgen Schäfer sagte, diese Zahl liege knapp unterhalb des Zieles von 24.000 Besuchertagen, das er vor einigen Jahren anvisiert habe. "Man kann inzwischen fast von einer Vollauslastung sprechen", erläuterte er.

Laut Behounek wären bis zu 30.000 Besuchertage pro Jahr möglich, doch die Landesmusikakademie müsse Qualität bieten und könne nicht nur auf die Quantität achten.

Die Konzerte hatten nach seinen Worten 3620 Besucher. Behounek und Schäfer betonten, um mehr Besuchertage bei gleicher Qualität möglich zu machen, benötige die Akademie mehr Räumlichkeiten. Hierfür müsse das Land Hessen politische Lösungen finden.

Behounek nannte viele Kooperationspartner der Landesmusikakademie, unter anderem die Freunde und Förderer, den Landesmusikrat, den Deutschen Musikrat, die Sparkasse Oberhessen, die Landesmusikakademie Thüringen, das Landesjugendsinfonieorchester und das Landesjugendjazzorchester und die Kasseler Louis-Spohr-Stiftung.

Für 2014 seien zehn Akademie- und zwei Matinee-Konzerte vorgesehen. Sie werden im Laufe des Jahres einzeln angekündigt und sind zudem in einer Broschüre sowie im Internet (www.lmah.de) einsehbar.

Hinzu kommen Abschlusskonzerte von Kursen, eine Lesung mit Nathan Ceas am 10. Mai sowie die Kinderthater-Aufführungen "Das Sams – Eine Woche voller Samstage" (16. März) und "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer" im Rahmen des Mittelhessischen Kinderkultursommers (15. Juni). Am 20. Februar gibt es eine Ausgabe der Reihe "Vogelsberger Gifpel-Kabarett", veranstaltet von der Sparkasse Oberhessen.

Am zweiten Juli-Wochenende heißt es "Schlitz feiert". Veranstalter sind neben der Landesmusikakademie die Stadt Schlitz, die Schlitzer Destillerie und die Lauterbacher Burgbrauerei. Nach zwei Jahren Pause gibt es am 31. Dezember wieder die Silvestergala der Akademie.

Der Fördervereinsvorsitzende und Schlitzer Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer erklärte, die Stadt habe für die Akademie 45.000 Euro im Haushalt eingeplant. Das sei "eine Zahl, die nicht unbedeutend ist im Vergleich zu den Gesamtausgaben".

Die Stadt sei Eigentümer der Gebäude der Akademie, in denen immer wieder Reparaturarbeiten anfielen.

Das Ziel der Freunde und Förderer sei es, mehr Mitglieder zu gewinnen und hierfür gezielt Firmen anzusprechen – ein Vorhaben, das Rüdiger Muth nach eigenen Worten unterstützen möchte. Derzeit hat der Verein 220 Mitglieder. Mit rund 25.000 Euro hat er laut Schäfer unter anderem Maßnahmen für die Akustik der Räume in der Akademie sowie zum zweiten Mal ein Freiwilliges Soziales Jahr finanziert.

Wie Ursula Komma erklärte, ist die Geschäftsstelle des Landesmusikrates nunmehr im fünften Jahr in Schloss Hallenburg ansässig.

Der Wettbewerb "Jugend musiziert" habe im vergangenen Jahr zum 50. Mal stattgefunden, der 51. Landeswettbewerb finde vom 20. bis 23. März in der Landesmusikakademie statt.

Mit 1160 Teilnehmern auf regionaler Ebene gebe es mehr Anmeldungen zum Wettbewerb als in den letzten fünf Jahren. Komma wies darauf hin, dass diesmal erstmals die Balağma (die türkische Langhalslaute) beim hessischen Landeswettbewerb vorkommt. Damit wolle der Landesmusikrat einen Beitrag zur Vielfalt der Kulturen leisten.

Als Startschuss hierfür nannte sie den Auftritt des Chores des türkischen Generalkonsulats im Rahmenprogramm des hessischen Chorwettbewerbs 2013. Komma wies für 2014 unter anderem auf den dritten Rock- und Pop-Förderkurs in der Akademie (19. bis 22. Juni) und auf "Jugend jazzt Hessen" (29. Juni, Schlüchtern) hin.

Rüdiger Muth vom BVMW dankte sowohl der Akademie als auch der Stadt Schlitz für ihre Unterstützung. Vier Jahre sei der BVMW nun in Schlitz in unmittelbarer Nachbarschaft der LMAH.

"Wir haben hier optimale Bedingungen vorgefunden", so Muth. Er nannte die ICE-Anbindung in Fulda, den inzwischen guten Internet-Anschluss sowie die Akademie und den Musikrat, die den Kontakt zur Wirtschaft pflegten. Der BVMW präsentiere die Akademie immer wieder bei Messen. Sein Seminarangebot in Schloss Hallenburg wolle der Verband weiter ausbauen.

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