Dem Roten Moor in der Hochrhön geht es schlecht.
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Dem Roten Moor in der Hochrhön geht es schlecht.

Typische Vegetation verdrängt

In der Rhön und im Vogelsberg gibt es die beiden einzigen Hochmoore in Hessen – und beiden geht es schlecht

Es gibt nur zwei Hochmoore in Hessen – in der Rhön und im Vogelsberg. Obwohl das Rote Moor und die Breungeshainer Heide in einem europäischen Schutzgebiet liegen, ist ihr Zustand eher schlecht.

  • Der Zustand der beiden Hochmoore in Hessen – des Roten Moors in der Rhön und der Breungeshainer Heide im Vogelsberg – ist eher schlecht.
  • Das Hessische Umweltministerium erklärte, dass der eher schlechte Zustand vor allem auf frühere Schäden durch Torfabbau und Entwässerungen zurückzuführen sei.
  • Zwergsträucher, Kiefern und Birken hätten in sowohl im Roten Moor als auch in der Breungeshainer Heide die hochmoortypische Vegetation verdrängen können.

Rhön/Vogelsberg - Das geht aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion in Wiesbaden hervor. In beiden Arealen sei schon viel unternommen worden sei, um sie in einen naturnahen Zustand zurückzuführen, erläuterte das Ministerium.

Sie liegen in Rhön und Vogelsberg: Hochmoore in Hessen in schlechtem Zustand

Dennoch „ist der Gesamtzustand der Hochmoore in Hessen unverändert als ungünstig bis schlecht zu bezeichnen“. Das Rote Moor bei Ehrenberg-Wüsensachsen in der Hochrhön ist gut 6 Hektar groß, die Breungeshainer Heide im Vogelsberg zwischen Herbstein und Schotten ist rund 5,7 Hektar groß.

Der Zustand sei hauptsächlich auf frühere Schäden durch Torfabbau und Entwässerungen zurückzuführen. Beispielsweise hätten Zwergsträucher, Kiefern und Birken die hochmoortypische Vegetation verdrängen können, erläuterte das Ministerium. Hochmoore werden von Regenwasser gespeist, wohingegen Niedermoore unter dem Einfluss von Mineralbodenwasser entstehen.

Nach Angaben des Ministeriums gibt es in Hessen rund 95 Hektar Niedermoore. Der Wert basiere auf einer Erhebung aus dem Jahr 2006, erklärte eine Sprecherin. Insgesamt sei auch der Zustand der Niedermoore als „ungünstig“ zu beschreiben. Nur ein Drittel der Fläche sei in einem guten Zustand.

Auch in der Nähe der Niddaquelle im Vogelsberg gibt es ein Moor. Die Niddaquelle ist gewandert. Ihr Austritt erfolgt nun 40 Meter weiter nördlich. Eine Studie aus dem Vogelsberg hilft unterdessen auch mit, die Frage nach der Windräder-Gefahr für Vögel etwas besser beantworten zu können.

Tierisch ging es zuletzt auch beim einem Unternehmen in Unterfranken zu: Eine kleine Katze war als blinder Passagier auf die weitere Reise von Afrika nach Kahl gegangen. (dpa, sar)

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