An der Dieffenbachschule in Schlitz wird zum Schuljahresende noch einmal durchgestartet.
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An der Dieffenbachschule in Schlitz wird zum Schuljahresende noch einmal durchgestartet.

Abstandsgebot auf Schulhof

Dieffenbachschule in Schlitz startet ab Montag mit normalem Schulbetrieb

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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Für die Grundschüler fängt kurz vor den Ferien noch einmal „der Ernst des Lebens“ an. Sie besuchen in den letzten 14 Tagen des Schuljahres nach Monaten Ausnahmezustand ganz normal die Schule. 

Schlitz - Bei den betroffenen Erwachsenen in Schlitz kommt die Entscheidung überwiegend positiv an. „Die Überraschung war groß, dass nach allen bisherigen Einschränkungen und den Abstandsregelungen innerhalb der Schule und der Klassenräume die letzten beiden Schulwochen noch einmal so frei gestaltet werden können,“ erklärt Annedore Radvan, Leiterin der Dieffenbach-Grundschule.

Abstandsgebot nur in der Klasse aufgehoben

„Wir freuen uns, dass alle Schüler noch einmal für 14 Tage in die Schule kommen können“, sagt sie und weist darauf hin, dass das Abstandsgebot nur innerhalb der jeweiligen Klassenräume aufgehoben sei, im Schulgebäude und auch während der Pausenzeiten gelte es nach wie vor.

So seien zum Beispiel der Schulhof in drei Bereiche aufgeteilt und versetzte Pausenzeiten geplant, maximal drei Klassen hätten zur gleichen Zeit Hofpause, jede Klassengruppe habe einen zugeteilten Bereich. „Selbstverständlich wechselt dies im Laufe der Woche“, bekräftigt die Direktorin die gerechte Handhabe der Regelungen. 

Elternbeiratsvorsitzende findet Rückkehr gut

Radvan glaubt an die Klassengemeinschaft und daran, dass es für die Klassen gut sei, noch vor den Ferien noch einmal „am Stück“ zusammenzukommen.  Der Sohn von Maria Mentz freut sich, dass in den Klassen keine Abstandspflicht mehr herrscht. „Ich finde die Rückkehr zum normalen Schulalltag okay, da es die Infektionszahlen derzeit ja auch zulassen“, erklärt die Elternbeiratsvorsitzende der Dieffenbachschule.

Angesichts des hohen Organisationsaufwandes könne man natürlich infrage stellen, ob die Rückkehr der Schule zum normalen Betrieb für nur zwei Wochen sinnvoll sei. Allerdings würden sich die Kinder darauf freuen. Bei den Eltern sei die Reaktion aber gespalten; manche sähen damit auch ihre Kinder als „Versuchskaninchen“ missbraucht“.

Mentz kennt aber nur ein Kind, dass auf Wunsch seiner Eltern nicht wieder in die Schule gehen soll. An der Dieffenbachschule werden derzeit etwa 370 Jungen und Mädchen beschult. 

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