Der Springerzug durfte 2012 natürlich auch nicht fehlen. / Archiv: Graulich

Nachtumzug in Herbstein mit Strohbärenlauf: 1000 Teilnehmer erwartet

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Herbstein - Die Herbsteiner Fastnachtsvereinigung (FVH) ist dank ihrer engagierten Brauchtumspflege und insbesondere durch den traditionellen Rosenmontagszug mit dem einzigartigen Springerzug weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannt. Am 26. Januar findet er dieses Jah zum dritten Mal statt.

Im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums wurde 2012 erstmalig ein Nachtumzug im Rahmen eines Maskensprunges durch die Altstadt veranstaltet. Anstoß dazu war die Tatsache, dass die Maskierung der Zugteilnehmer am Rosenmontag immer mehr nachlasse.

Nach dem Jubiläum war man sich einig, dass eine derartige Veranstaltung nicht alle Jahre geschultert werden könne und man entschloss sich, nach jedem Maskensprung einen Termin in einem Abstand von drei bis fünf Jahren festzulegen.

Am Samstag, dem 26. Januar, ist es nun wieder soweit: Maskierte Fußgruppen, angeführt vom Bajazz und dem Springerzug, ebenfalls in Masken, ziehen begleitet von Musikzügen und -gruppen wie die Meenzer Guggemusik, die Nodequetscher, die Kinziggeister, DRK Spielmanns- und Fanfarenzug Rückers, Guggemusik Pitschedabbler Gedern, Musikverein Döllautaler Motten, Musikverein Herbstein und Spielmanns- und Fanfarenzug der freiwilligen Feuerwehr Herbstein durch die Altstadt und werden dem Fastnachtstreiben ein besonderes Flair einhauchen.

Ein Höhepunkt des Nachtumzuges stellt der „Strohbärenlauf“ dar. Strohbären laufen in vielen Gemeinden Deutschlands zu verschiedenen Anlässen umher.

Der Vogelsberg weist die größte Dichte an Gemeinden auf, die dieses Brauchtum pflegen.

Die Fastnachtsvereinigung hat zu allen bekannten „Strohbären“ Kontakt aufgenommen und sie zum Nachtumzug eingeladen.

Darunter auch die Stroh- und Spanmänner aus Oberelsbach (bayrische Rhön), die bereits 2012 und 2015 mit von der Partie waren.

Insgesamt werden etwa knapp 1000 Zugteilnehmer erwartet.

Mit dabei sind auch die drei Narrenzünfte Gengenbach, Harmersbach und D’Kindinger Fosanegl aus Baden-Württemberg und Bayern, die alleine 220 Zugaktive haben.

Das Narrenspektakel startet bereits ab 15 Uhr mit dem öffentlichen Strohbärenwickeln in mehreren Scheunen im Stadtkern, um 16.30 Uhr schließt sich eine „Narrenmesse“ in der Herbsteiner katholischen Kirche „St. Jakobus“ an. Anschließend formieren sich die Masken um den Herbsteiner Marktplatz, so dass um 18 Uhr der Startschuss für den Nachtumzug in der Herbsteiner Altstadt fällt.

Der Abschluss findet gegen 19.30 Uhr mit der Entmaskierung im „Haus des Gastes“ und dem Aufspielen der Musikzüge statt.

Danach gibt es Live-Musik mit den „Cassandras“ bis in die frühen Morgenstunden.

Weitere Informationen können bei Manuel Hensler unter Telefon (0175) 17 38 378, per Mail manuelhensler@gmx.de sowie www.fv-herbstein.de eingeholt werden. / grau

Das könnte Sie auch interessieren