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Die narrischen Weiber von „Ütze“ stürmen das Schlitzer Rathaus

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Am Donnerstag war es wieder soweit: für einen Tag übernahmen die Weiber das närrische Regiment! Zum ersten Mal unter der Regie der „alten“ Weiber aus Ützhausen.

Schon am frühen Donnerstagmorgen ging es für die Weibsen los. Gestartet wurde um 9.15 Uhr in der Sparkasse. Voller Elan wurde diese in Beschlag genommen und sich sogleich auf die Schlips tragenden Männerwelt gestürzt. Schnipp, war nur noch ein kurzer Stummel da! Die schönen Beine wurden natürlich auch geschwungen.

Als nächstes Objekt wurde der REWE-Getränkemarkt und danach der Einkaufsmarkt geentert. Für alle gab es hier, übergeben von Getränkemarktleiter Sebastian Tyka, Hochprozentiges. Um 11 Uhr hatten die närrischen Damen ein Date mit unserem Vertretungsbürgermeister Stadtrat Willy Kreuzer. Ohne Zögern wurde in die Stadtverwaltung eingedrungen, die einzelnen Büros unsicher gemacht, den Herren hinter ihren Schreibtischen die schönen Schlipse abgeschnitten.

Stadtrat Willy Kreuzer reimte

In der Chefetage wurde sich breit gemacht. „Helau ihr Schlitzerländer Leute, Weiberfasching ist nun heute! Gestürmt haben wir das Rathaus von draußen, wir sind die alten Weiber aus Ützhausen. Wir haben den Banner schon aufgehängt, sodass jeder sieht wer den Magistrat jetzt lenkt! Wir entthronen das Bürgermeisteramt und herrschen dann über das ganze Schlitzerland! Drum lasst uns feiern hier dass es nur so kracht, weil jetzt die Weiber sind an der Macht!“

Stadtrat Willy Kreuzer war in seinem Element und hatte ebenfalls Gereimtes zur Hand: „Die tollen Weiber von Ützhausen, gezielt und flink durchs Rathaus sausen, vorbei an Frau Matthes und Frau Friedrich. Sie wollen doch ganz friedlich übernehmen den Bürgermeistersitz in unserer schönen Burgenstadt von Schlitz. Wir geben uns geschlagen, ab sofort habt ihr jetzt das Sagen. Den Rathausschlüssel geben wir euch raus, und wir gehen entspannt nach Haus. Solltet ihr noch haben irgendwelche Fragen, wendet euch an Frau Merkel, die kann es euch sagen. Ich räum jetzt diesen Schreibtisch hier und lad’ euch ein auf Sekt, Schnaps und Bier“.

Blitzartige Überfälle

Damit die närrische Übernahme auch von weitem sichtbar war, wurde die Fahne aus dem Vorzimmer des Rathauschefs gehisst. Die symbolische Besetzung fand erst ein Ende, nachdem sämtliche Räume des Rathauses inspiziert worden waren. Nach der guten Stärkung mit Weck, Wurscht und Sekt, zog die närrische Weiberkarawane weiter ihre Runden durch die Stadt.

Schlitzer Destillerie, das Hochprozentige mundete. Weitere blitzartige Überfälle folgten in der Volksbank, Sanitätshaus Jokisch, die beiden ansässigen Apotheken, AH ModeTrends, etc. Überall verbreiteten die Ützhäuser Weiber ihren Frohsinn. Dazu wurde sogar hier und da ein Tänzchen gewagt. / sb

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