Foto: Martin G. Günkel

Ein neues Heim – groß genug für viele Tiere

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Queck - Vier Ponys, sieben Katzen, zwei Hunde, zwei Hasen und ein Hamster gehören für Elke Müller und ihre vier Kinder zur Familie. Aus diesem Grund suchen sie ein neues Zuhause, in das sie ihre vierbeinigen Freunde mitnehmen können. Der Vermieter des jetzigen Zuhauses der Familie hat Eigenbedarf angemeldet.

Jasmin (15), Kristina (12), Diana (11) und Pascal (6) leben seit ihrer Geburt mit Tieren zusammen. Die Ponys stammen aus der Zeit, als die Familie das Ponyreit-Unternehmen „Pony-Express“ hatte. Der „Pony-Express“ war in ganz Deutschland unterwegs, um bei Veranstaltungen Ponyreiten anbieten zu können und um Ponys beispielsweise für Kindergeburtstage zu verleihen. Vor zweieinhalb Jahren jedoch starb Familienvater Wilhelm Hövelmeyer.

Das bedeutete auch das Ende des „Pony-Express“. Denn Elke Müller hat keinen Führerschein, außerdem möchte sie nicht, dass die Kinder weiterhin alle zwei Wochen eine andere Schule besuchen. Um einen überflüssigen Schulwechsel zu vermeiden, möchte sie nach Möglichkeit in der Nähe ein neues Zuhause finden. Wie Elke Müller erklärt, durfte jedes der Kinder nur sein Lieblingspony behalten, alle anderen mussten schon vor längerer Zeit gehen. „Das war schon schwer genug, die anderen abzugeben“, erläutert sie.

Vor einer Renovierung einer neuen Behausung würde die Familie nicht zurückschrecken, wie Elke Müller betont. „Wenn ein Haus nicht kernsaniert werden muss, scheitert es daran nicht.“

Den Stall des Quecker Bauernhofes kann die Familie schon jetzt nicht mehr für die Ponys nutzen, da der Eigentümer darin Stützpfeiler aufgestellt hat. Die Ponys stehen deshalb auf einer Wiese im Schlitzerland. „Da waren wir froh, dass der Winter nicht so hart war“, sagt Elke Müller. „Für mich sind die Tiere wie Geschwister“, erläutert Jasmin. „Man kann so viele schöne Sachen mit ihnen erleben.“ Auch Diana möchte die Tiere, die noch da sind, nicht weggeben – „weil sie zu uns gehören“. Insbesondere für Pascal sei die Trennung von den weggegebenen Tieren schwer gewesen, so Elke Müller.

Nicht nur Ponys mussten gehen, sondern auch Katzen. Von ursprünglich 13 sind noch sieben übrig. Das seien zwar immer noch viele, aber es seien sehr saubere Tiere, um die sich die Familie kümmere, sind sich alle einig.

Wer beispielsweise einen leerstehenden Hof zu vermieten hat, kann sich unter der Telefonnummer 06642/3069327 bei Elke Müller melden. /mgg

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