Zur Zulassung an der vertragsärztlichen Versorgung von Dr. Berthel (3.v.l.) gratulierten Verantwortliche und der Vorstand des Krankenhauses Eichhof: (von links) Hans-Jürgen Schäfer, Dr. Christof Erdmann, Volker Christe, Manfred Dickert und Hans-Georg Stoll. Foto: privat

Neurologe Dr. Jörg Berthel am Krankenhaus Eichhof erhält Niederlassung

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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lauterbach - Die Hürde ist genommen. Der Leitende Oberarzt für Neurologie, Dr. Jörg Berthel, hat zum 1. Januar diesen Jahres einen hälftigen Vertragsarztsitz durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen für die Behandlung von Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern erhalten.

Was kompliziert klingt, ist für Erkrankte eine große Erleichterung. Zukünftig dürfen auch Hausärzte Patienten direkt ambulant an den Neurologen am Krankenhaus Eichhof überweisen. Dies bedeutet nach Aussage von Dr. Berthel einen immensen Vorteil für Betroffene: weniger Aufwand und Bürokratie, schnellere Behandlungsmöglichkeiten und kürzere zeitliche Abläufe. Die Behandlungsschwerpunkte des 48-jährigen Mediziners sind moderne Therapien für Schlaganfall-, Parkinson- und MS-Patienten.

Seine Expertise ist über die Grenzen des Vogelsbergkreises hinaus bekannt, dennoch konnte der Facharzt für Neurologie bislang ambulante Patienten nur dann behandeln, wenn diese von einem niedergelassenen Neurologen an das Medizinische Zentrum Eichhof überwiesen wurden.

Bevor Dr. Berthel im April vergangenen Jahres an das Krankenhaus Eichhof kam, war er mehrere Jahre als Oberarzt im Klinikum Bad Hersfeld tätig - unter anderem als Leiter der dortigen Stroke-Unit, einer spezialisierten Einheit zur Schlaganfallversorgung. In den wenigen Monaten seiner Tätigkeit in Lauterbach hat er sich bei Kollegen und stationären Patienten fachlich wie menschlich großes Vertrauen erworben. "Ich freue mich sehr darüber, dass die KV Hessen mir aufgrund einer neuen Bedarfsermittlung für den Vogelsbergkreis einen hälftigen Kassenarztsitz zugesprochen hat.

Das bedeutet für die Patienten aus der Region, dass sie sich wegen neurologischer Beschwerden, Schlaganfällen, Multipler Sklerose (MS) oder Parkinson nicht mehr in die Kliniken nach Marburg, Gießen oder Fulda begeben müssen, sondern hier in Lauterbach mit neuesten Therapien optimal versorgt werden können", zeigt sich der Mediziner erfreut. "Durch den Einsatz moderner Therapien, wie zum Beispiel die Verwendung sogenannter monoklonaler Antikörper bei der Behandlung von MS, können wir hier vor Ort die großen therapeutischen Fortschritte in der Wissenschaft auch für unsere Patienten nutzen", so Dr. Berthel.

"Mit dem fachlichen Ausbau im Bereich der Neurologie wird Erkrankten bei uns nicht nur eine optimale Erstversorgung gesichert, sondern auch in den weiterführenden Therapien fachlich qualifizierte Unterstützung angeboten", sagt Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann.

"Neben unseren apparativen diagnostischen Möglichkeiten wie der Elektroenzephalographie, dem Ultraschall oder dem Gerät zur Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit sind wir in der Lage, insbesondere die Akutversorgung von Schlaganfallpatienten zu intensivieren.

Das kommt den Betroffenen zugute", betont der Verwaltungschef und sieht in der Bestätigung der Teilermächtigung für Dr. Berthel durch die KV Hessen sein Haus auf dem richtigen zukunftsweisenden Weg. rsb

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