Herrliche Karossen aus vergangenen Tagen gab es zu bestaunen. / Foto: Alfred Hahner

Nicht alle Oldtimer erreichen das Ziel: Winter-Wetter überrascht Schnauferl-Teams

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Vogelsbergkreis - Die 46. Winterrallye „rund um Schotten“ des Allgemeinen Schnauferlclubs, Landesgruppe Hessen (ASC), fand bei winterlichen Verhältnissen, zumindest im Bereich des Hohen Vogelsbergs, statt. Einige Teams hatten auf ihren Oldtimern Sommerreifen aufgezogen und keine Schneeketten dabei, sodass das „Unternehmen Winterrallye“ ausgeträumt war.

Von unserem Mitarbeiter Alfred Hahner

Bedingt durch Schnee- und Eisglätte und sogar Schneeverwehungen, vor allem in den steilen Strecken von Sichenhausen nach Hartmannshain und von dort zum Rasthaus, verlangten viel Geschick und Glück der Piloten, obwohl der Schnee- und Räumdienst unterwegs gewesen war. Manche mussten sogar mehrere Anläufe nehmen, um die Kontrollstellen zu erreichen. Start und Ziel war erneut das Hotel „Haus Sonnenberg“ in Schotten, wo die Teams bei Schnauferl-Bruder Heinz Mangold untergebracht waren.

Schon die Nachtetappe am Freitagabend hatte es in sich. Gestartet wurde um 19 Uhr. Die Strecke führte von Schotten über Eschenrod, Wingershausen, Eichelsachsen nach Burkards, Kaulstoß, Sichenhausen und Breungeshain nach Schotten zurück. Traditionell gab es am Lagerfeuer Erbseneintopf und Glühwein, verbunden mit vielen Gesprächen. Sieger der Nachtetappe wurde das Team Klaus Müller/Eric Schwb auf einem Lancia Fulvia, Baujahr 1965.

In der Nacht zum Samstag waren mehr als zehn Zentimeter Neuschnee gefallen, die die Schneedecken in den höheren Lagen des Vogelsbergs weiter verstärkten. Am Start um 9 Uhr waren nicht alle Schnauferlbrüder mit ihren Oldtimern am Start, weil es die Straßenverhältnisse nicht zuließen.

Nur einer von 31 Teilnehmer kommt pünktlich an

Die Vormittagsetappe verlief von Schotten über Michelbach, Wingershausen, Eichelsachsen, Burkards, Kaulstoß, Sichenhausen, Herchenhain bis zum ehemaligen Rasthaus über Bermutshain bis hin nach Stockhausen, Müs, Bad Salzschlirf, Angersbach und dem Zielpunkt, dem Martkplatz in Lauterbach. Als einziger der 31 Teilnehmer kam dort pünktlich gegen 11.30 Uhr das Team Frank Schädlich/Patrik Schädlich mit ihre Vauxhall Hurlingham, Baujahr 1929, im offenen Wagen an.

Der Oldtimer war gleichzeitig das älteste Fahrzeug der Rallye. Die Ankunft weiterer Oldtimer verzögerte sich erheblich, was nicht nur den winterlichen Straßenverhältnissen geschuldet sein dürfte, sondern auch der von Fahrtleiter Jochen Schramm konzipierten 160 Kilometer langen Strecke mit Fischgräten und Geschwindigkeitsmessungen.

Nach und nach trafen dann die Teilnehmer samt dem Tross im „Eulenfang“ von Hans Schmidt in Maar ein, wo die Mittagspause eingelegt wurde. Die zweite Halbetappe wurde gegen 13.30 Uhr am „Eulenfang“ gestartet und führte nach Storndorf, wo eine Runde im Stehrodrom gefahren werden musste. Mittlerweile hatte auch Regen eingesetzt. Von dort aus führte die Fahrt zurück nach Schotten, wo das erste Fahrzeug nach 16.30 Uhr eintraf. Die Strecke war anspruchsvoll; alle Oldtimer kamen ohne Unfall zum Ziel.

Die Sieger

Sieger in der Klasse C (Baujahr 1919-1930 CVintage) wurde das Team Frank und Patrik Schädlich auf Vauxhall Hurlingham, Baujahr 1929. Rang zwei belegte das Team Robert Schramm/Kathrin Bieling-Schramm auf Chrysler Six, Baujahr 1930.

In der Klasse der Baujahre ab 1938 belegte das Team Dr. Ralph Scheffler/Ruth Scheffler mit ihrem AC 16/70, Baujahr 1937, den ersten Platz, gefolgt von Lokalmatador Heinz Mangold/Helga Schweisgut auf DKW F 2, 18 PS, Baujahr 1932. Rang drei belegte das Team Siegfried-Otto Hepp/Michael Ehmer auf Ford V 8, Baujahr 1936.

In der Klasse E, Baujahr 1946-1960 (Post 1945) belegte das Team Philipp Leithäuser/Philipp Mudersbach auf DKW F 12, Baujahr 1965, Platz eins. Platz zwei belegte das Team Rolf Ackermann/Thomas Russelet auf Mercedes Benz, Baujahr 1953, und auf Rang drei kamen Lothar Wehrheim/Oliver Schaffer auf Chevrolet, Baujahr 1949.

In der Klasse F, Baujahr 1969-70 (Post) belegte das Team Klaus Müller/Eric Schwab auf Lancia Fulvia, Baujahr 1965, Rang eins, gefolgt von Andreas Deistler/Rolf Pellilni auf MC C GT, Baujahr 1968, und Dirk Fleckenstein/Matthias Dorf auf Porsche 912, Baujahr 1967.

Klasse G, Baujahr 1970-80, belegten David Kirby/Marcel Deggau auf Porsche 924 den ersten Rang, gefolgt von Milos Kaspar/Marie Janka auf Austin Mini, Baujahr 1973, und Wilfried Schäfer/Sandra Hübner auf Porsche 924, Baujahr 1980.

Sieger um den Junior-Ess-Wanderpokal wurde das Team Felix Stickel/Irene Rodriguez Rubio auf VW T 2, Baujahr 1977. Sieger der Gleichmäßigkeitsprüfungen um den Wanderpokal Haus Sonnenberg wurde das Team Klaus Müller/Eric Schwab auf Lancia Fulvia.

Gesamtsieger aller Klassen wurden Klaus Müller/Eric Schwab. Sie erhielten den Wanderpokal von Dr. Ess. Sieger aller ASC-Hessen-Mitglieder wurde das Team David Kirby/Marcel Deggau. Sie erhielten den Wanderpokal von Dr. Brandt.

Das könnte Sie auch interessieren