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Olympia, ja oder nein? Ungewissheit raubt Sara Gambetta die Motivation

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz/Fulda - Statt Trainingslager im türkischen Belek nun Tristesse in Halle. Das alleine wäre nicht so schlimm. Vielmehr ist es die Ungewissheit, wie es weitergeht, ob die Olympischen Spiele stattfinden können, was Kugelstoßerin Sara Gambetta etwas die Motivation nimmt.

Eine Entscheidung, ob die Spiele stattfinden werden oder nicht, erwartet Sara Gambetta nicht vor Mitte Mai. Von möglichen Ausweichterminen habe sie gehört, der Herbst oder eine Verschiebung ins Jahr 2022, dann wieder im gleichen Jahr wie die Winterspiele, seien Optionen.

Trainingslagerfeeling genießen

So gut es geht trainiert die Gruppe um Chef René Sack in Halle weiter. Die Zeit drängt, der Saisonauftakt rückt immer näher. Einige Wettkämpfe seien schon abgesagt worden, ihr vermeintlicher Saisonauftaktwettkampf Mitte Mai in ihrer Wahlheimat Halle noch nicht. „Mal gucken, für was wir die Jahre trainiert haben“, sagt sie, ein gewisser Sarkasmus ist nicht zu verdenken.

„Leistungssportler haben Stationen und Ziele. Nimmt man sie ihnen, weiß man nicht, wofür man trainiert hat“, erklärt sie. Sechs Wochen Krafttraining liegen hinter der WM-13. „Ich habe mich so auf Belek gefreut, aus den vier Wänden rauszukommen, Sonne zu sehen, ein bisschen die Kugel zu schubsen und das Trainingslagerfeeling zu genießen“, gesteht sie.

Nudeln, Reis, Klopapier und Küchenrolle

Stattdessen trainiere sie nun ins Ungewisse und probiere, die Motivation hochzuhalten. Zwar seien das Wetter in dieser Woche in Halle und damit die Trainingsbedingungen gut, allerdings sei es wichtig, im Trainingslager mal was anderes zu sehen, neue Reize zu setzen und sich komplett auf den Sport konzentrieren zu können, sprich auch bekocht zu werden.

In Halle gestaltet sich der Einkauf in Zeiten von Corona deutlich schwieriger: Nudeln, Reis, Klopapier und Küchenrolle sind auch hier ständig vergriffen.

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