Der Wochenmarkt in Landenhausen
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Der Wochenmarkt in Landenhausen

„Wir haben kreative Köpfe im Dorf“

Ortsbeirat spricht sich für Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ aus

  • Marcus Lotz
    vonMarcus Lotz
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Geht es nach den Mitgliedern des Ortsbeirates, wird Landenhausen in diesem Jahr am Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen. Ortsvorsteher Joachim Schrimpf wirbt daher um Unterstützung.

„Die Initiative zur Teilnahme ging vom Amt für den ländlichen Raum Vogelsberg aus, das sich mit dem Ortsbeirat in Verbindung gesetzt hat“, erklärt Ortsvorsteher Joachim Schrimpf. Bereits in der Vergangenheit hatte Landenhausen drei Mal einen Platz als Landessieger des Vorgänger-Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ errungen – an diese Erfolge möchte der Ortsbeirat nun anknüpfen.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs des Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft steht das Engagement der Dorfgemeinschaft nach dem Motto: „Was haben wir bislang erreicht – was tun wir für die Zukunft?“.

Brauhaus und Reithalle zeichnet Landenhausen aus

Unter diesem Aspekt habe der Ortsbeirat in Zusammenarbeit mit dem Amt für den ländlichen Raum bereits einige Punkte herausgearbeitet, welche Landenhausen auszeichnen, wie etwa das Brauhaus oder die Reithalle, erklärt Schrimpf. „Das sind Dinge, die vorhanden sind, da kann man drauf aufbauen“, ist sich der Ortsvorsteher sicher.

Die Resonanz der Bürgerinnen und Bürger fiel bisher jedoch zurückhaltend aus: „Wir haben vor ein paar Wochen eine Infoveranstaltung abgehalten, bei der leider nur zehn Interessierte anwesend waren“, berichtet der Ortsvorsteher. Eine bereits geplante zweite Veranstaltung musste wegen der Coronakrise abgesagt werden. „Im Moment läuft so gut wie gar nichts“, räumt Schrimpf ein.

„In Landenhausen ist viel weggefallen"

Die Gründe für eine Teilnahme seien damit jedoch nicht vom Tisch, findet er: „Ich bin dagegen, die Flinte ins Korn zu werfen. Es muss ja irgendwie weitergehen. Überall sterben Dörfer und auch hier in Landenhausen ist in den letzten Jahren viel weggefallen: Es gibt keine Banken mehr. Die Kneipenlandschaft ist ausgedünnt, wir haben keinen Lebensmittelladen mehr. Bäckerei und Friseur sind noch vor Ort, aber ansonsten sieht es mager aus. Immerhin gibt es seit zwei Jahren den Wochenmarkt in Landenhausen.“

Nach den Erfolgen auf Landesebene sei es ruhiger im Ort geworden. „Wir haben uns in den letzten Jahren um das gekümmert, was notwendig und machbar war – zum Beispiel die Erschließung neuer Baugebiete und die Erweiterung der Kläranlage.“

Neue Impulse für die Bevölkerung erhofft

Der Landeswettbewerb wird auf zwei Ebenen umgesetzt. In der Zeit vom 1. Juni bis 30. September 2020 sollen die Regionalentscheide ausgetragen werden. Im Jahre 2021 wird vor der Sommerpause der Landesentscheid durchgeführt.

Von der Teilnahme erhofft sich Schrimpf nun vor allem neue Impulse aus der Bevölkerung. „Wir sollten uns mal zusammensetzen und überlegen: Was haben wir eigentlich in Landenhausen und was können wir daraus machen?“ Honoriert wird bei dem Wettbewerb nämlich in erster Linie die Qualität der Entwicklungsschritte und nicht nur das erreichte Niveau.

Projekt soll nach Corona-Krise Fahrt aufnehmen

Auf die Zahl der Mitstreiter komme es dabei nicht an. „Was zählt ist vor allem das Engagement des Einzelnen“, betont Schrimpf und zeigt sich optimistisch, dass das Projekt nach der Coronakrise wieder Fahrt aufnehmen wird: „Das sollte doch eigentlich klappen. Wir haben einige kreative Köpfe bei uns im Dorf.“

Kontakt

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte oder konkrete Ideen hat, kann sich bei Joachim Schrimpf unter Telefon (06648) 91 16 54 oder per E-Mail an ortsbeirat-landenhausen@web.de melden.

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