Foto: Graulich

Osterbrunnen ziert den Rathausvorplatz

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Ulrichstein - Zum dritten Mal ziert ein schmucker „Osterbrunnen“ den Rathausvorplatz. Neun Osterbrunnenfreunde waren dieser Tage über drei Stunden mit dem Schmücken beschäftigt.

Hauptinitiator Manfred Feineis wies am Abschluss der Aktion darauf hin, dass der Osterbrunnenbrauch fraglos mit der großen Bedeutung des Wassers zusammenhänge. Und wohl auch damit, dass sich früher das gesamte Dorf am Brunnen traf, um dort das Wasser zu schöpfen.

Ein gutes Beispiel sei derzeit Ulrichstein, denn noch immer nicht ist die Suche nach Wasser erfolgreich abgeschlossen. Auch frühere Generationen mussten oft nach Wasserquellen suchen oder hatten nur wenig Wasser zur Verfügung. Ihnen war deshalb tagtäglich bewusst, welch kostbares Nass das Wasser ist und wie viel es bedeutet, über sauberes Wasser zu verfügen.

Deshalb seien die Brunnen so kostbar gewesen und gehörten zu den zentralen dörflichen Einrichtungen. Sie wurden gemeinsam gepflegt und sauber gehalten. Weil die Menschen dankbar waren für ihr Wasser und für ihre Wasserquellen, entstand wohl der Brauch, die Brunnen zu Ostern oder Frühjahrsbeginn aufwändig zu schmücken.

Manfred Feineis erläuterte die Arbeiten, die für den schmucken Osterbrunnen notwendig waren. So musste zunächst beim ersten Osterbrunnen von den „Eierbohrern“, Werner Steinhaus und ihm selbst, in die 6500 Ostereier jeweils ein zweites Loch gebohrt werden, um die Eier aufzufädeln und an die Girlanden aus sogenanntem Dauer-Tannengrün zu wickeln.

Vom städtischen Bauhof hatte man sich extra ein Eisen-Ei fertigen lassen, dass nun umwickelt vom Tannengrün, die Spitze des Osterbrunnens ziert. Ein Teil der Arbeiten ist jetzt nicht mehr erforderlich, denn die Girlanden und die Eier-Ketten werden immer wieder verwendet. / grau

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