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Puppen in belebter Pubszenerie – Ein Ausstellungsstück im Burgmuseum

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Schlitz - Im Schlitzer Burgmuseum ist für jeden Geschmack etwas dabei. Liebling der Kinder ist ein mechanischer Kasten mit Puppen, in dem sich auf Knopfdruck eine lebhafte Pubszene entwickelt.

Von unserem Redaktionsmitglied Bernd Götte

Museumsleiter Wilhelm Ziegler freut sich jedes Mal, wenn er mit dem Apparat mal wieder eine aufsässige Kindergruppe besänftigen kann.

„Wenn mal wieder eine Klasse nicht zu bändigen ist, dann machen wir den Kasten an, und schon ist Ruhe“, berichtet er schmunzelnd. Der Apparat hat aber auch etwas Magisches: wie von Zauberhand bewegen sich die einzelnen Puppen in einer lustigen Szenerie.

Was sich alles so im „Pub“ abspielt

An einem Kneipentresen scheint sich ein älteres Paar zu streiten, der Mann erhält von einer attraktiven jungen Dame Rückendeckung, und der Wirt – der laut Kindermund aussieht wie ein ehemaliges Original der Schlitzer Gastroszene – schaut lächelnd zu. Im Vordergrund genießt ein alter Herr seinen Schoppen, und ein Clown spielt Klavier, während zu seinen Füßen ein Hund spielt.

Eigentlich fehlt nur noch die Musik, aber bei den lebhaften Bewegungen der Puppen kann man sich die zugehörigen Klänge bestens mitdenken.

Puppenkasten stammt aus England

Der Kasten gehört der Familie Faitz und wurde 2011 an das Burgmuseum als Leihgabe übergeben. Die Familie Faitz hatte den mechanischen Apparat nach Heinfried Faitz Aussage um die Jahrtausendwende aus dem Vermögen einer insolventen Firma übernommen.

Gebaut wurde die Maschinerie von der Firma Pelhalm Puppets, die 1961 im englischen Marlborough gegründet wurde und 1993 aufgelöst wurde. Die Genreszene aus einem „Public house“ wurde in verschiedenen Varianten hergestellt.

Wie genau die Apparatur nach Schlitz kam, ist ungeklärt. Ziegler vermutet, dass sie durch einen englischen Geschäftspartner des ursprünglichen Inhabers den Weg in die Burgenstadt fand. Sichern lässt sich diese Vermutung allerdings nicht.

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